Articulate Netzwerk:

Articulate

5 Gewohnheiten erfolgreicher Instructional Designer

5 Gewohnheiten erfolgreicher Instructional Designer
5 Gewohnheiten erfolgreicher Instructional Designer

Eine Gewohnheit ist definiert als etwas, „das man ohne nachzudenken tut – eine regelmäßige Tätigkeit“. Wenn es um unsere berufliche Entwicklung geht, bedeutet der Aufbau neuer Gewohnheiten (vor allem der guten!) die bewusste Wiederholung neuer Verhaltensweisen und neuer Wege des Denkens.

Sich an diese „neuen Sachen“ zu gewöhnen, kann eine Weile dauern, aber lassen Sie sich nicht entmutigen! Anstatt eines kompletten professionellen Neustarts können Sie mit kleinen Schritten bzw. einer kurzen Liste anfangen und sich erst einmal auf die wichtigsten Dinge konzentrieren.

Hier sind fünf erfolgreiche Gewohnheiten, die wir bei erfolgreichen Instructional Designern beobachtet haben:

Gewohnheit 1: Beraten Sie

Ein sehr wichtiger SME (Subject Matter Expert = Fachexperte) hat Sie aufgefordert, eine 88-seitige PowerPoint-Präsentation in einen E-Learning-Kurs umzuwandeln. Hm, nun ja …

Mit solchen Anfragen konfrontiert, denken viele von uns, dass wir es uns nicht leisten können, Nein zu sagen oder diese Anfrage zu hinterfragen, ohne uns selbst oder unser Team unkooperativ aussehen zu lassen. Allerdings müssen Sie sich überlegen, ob Sie eher eine ausführende Rolle einnehmen möchten oder lieber aktiv und idealerweise gemeinsam mit dem SME gestalten wollen.

Ist Letzteres der Fall, sollten Sie an dieser Stelle beratend eingreifen:

  • Stellen Sie Fragen und nutzen Sie die erhaltenen Informationen, um zu einer optimalen Lösung zu gelangen und ein gutes Konzept zu entwickeln.
  • Bieten Sie Empfehlungen basierend auf Fakten und weniger aufgrund ihrer Erfahrungen aus der Vergangenheit oder einem vagen Bauchgefühl an.
  • Führen Sie Kompromiss-Gespräche. Wenn Kunden nach schnellen, billigen und trotzdem lebensverändernden Lösungen fragen, sollten Sie ihnen bei der Priorisierung helfen.
  • Akzeptieren Sie, dass Sie auch manchmal unbeliebte Themen ansprechen und Antworten geben müssen, die niemand gerne hört.

Gewohnheit 2: Bleiben Sie neugierig

Nichts signalisiert das Ende Ihrer Kreativität mehr als schwindendes Interesse am täglichen Geschehen (Ihre Arbeit, Ihre Kunden, Ihre Lernenden, Ihre Produkte, Ihre Ziele) um Sie herum. Erfolgreiche Instructional Designer wissen, dass Neugier ein wichtiger Teil ihrer Arbeit ist, aus der sie viele Inspirationen erhalten.

Pflegen Sie diese Gewohnheiten durch:

  • Lesen über Ihre Branche. Artikel, Blogs und Bücher sind eine gute Möglichkeit, Ihre Arbeitswelt außerhalb des Büros zu erkunden.
  • die Suche nach Möglichkeiten, mit Kollegen, Lernenden und Kunden zu sprechen. Überwinden Sie Ihre Bedenken, sich beispielsweise beim Mittagessen zu anderen zu setzen und sich über ihren Arbeitsalltag zu erkundigen. Menschen mögen es, über sich selbst zu reden, und so bekommen Sie eventuell Hinweise, wo Bedarf an Trainings und Schulungen bestehen könnte.
  • Halten Sie stets einen Stift und Papier griffbereit und notieren Sie Ihre Fragen. Antworten auf die Fragen zu finden, wird dann Ihre persönliche Mission.

Gewohnheit 3: Bauen Sie Partnerschaften mit SMEs auf

Erinnern Sie sich an den wichtigen SME mit der 88-seitigen PowerPoint-Präsentation? Durch den Aufbau von Vertrauen und eine gute Zusammenarbeit werden Sie im Laufe der Zeit mit solchen Anforderungen einfacher umgehen können.

Wie soll das funktionieren? Hier ein paar Tipps:

  • Zeigen Sie, dass Sie ein Profi sind, der sich sehr für seine Arbeit einsetzt. Bereiten Sie sich gut auf Meetings vor und halten Sie eine Liste mit Fragen bereit, die währenddessen geklärt werden sollten. Machen Sie sich Notizen, klären Sie die wichtigsten Punkte, und verwenden Sie diese Informationen, um Ihre Empfehlung auszusprechen.
  • Bauen Sie Beziehungen auf und aus, indem Sie Ihre Kontakte wiederum mit anderen vernetzen. So erweitern Sie nicht nur Ihr eigenes Netzwerk, sondern lernen auch Ihre SMEs besser kennen, da Sie vorher herausfinden müssen, wo ihr Bedarf und ihre Interessen liegen.
  • Denken Sie daran, dass Sie und Ihre SMEs das gleiche Ziel haben: zu einem guten Ergebnis für das Unternehmen zu gelangen. Halten Sie sich das gemeinsame Ziel vor Augen, vor allem falls es zu Schwierigkeiten auf dem Weg dorthin kommt.
  • Behaupten Sie Ihr Know-how – vor allem, wenn Sie mit einem kontrollsüchtigen SME zusammenarbeiten. SMEs sind in der Regel viel beschäftigte Leute, die ständig aufgefordert werden, schwierige Entscheidungen im laufenden Betrieb zu fällen. Ihre Bereitschaft, ebenfalls gute und wichtige Entscheidungen zu treffen, könnte der Wendepunkt sein, der sie überzeugt, Ihnen zu vertrauen und Sie Ihre Arbeit machen zu lassen.

Gewohnheit 4: Schauen Sie sich Trends ähnlicher Branchen an

Natürlich kennen Sie sich gut in Ihrer eigenen Branche aus, aber was ist mit Erkenntnissen und Trends aus anderen Industriezweigen? Branchentrends rund um User Experience Design, Grafik- und Web-Design können Ihnen neue Ideen und Inspirationen für Ihre eigenen Entwürfe und Konzepte geben.

Bleiben Sie auf dem Laufenden durch:

  • regelmäßige Besuche von Webseiten wie Pinterest und Dribbble zu User Interface Design, Benutzerfreundlichkeit und Web- und Grafik-Design-Trends.
  • aktive Profile bei Twitter, XING oder LinkedIn. Dies sind wunderbare Plattformen, um Vordenkern in verwandten Branchen zu folgen, die dort hilfreiche Artikel und Links teilen.

Gewohnheit 5: Definieren Sie Standards

Oft interpretieren Kunden unsere Arbeit als Instructional Designer als einfaches Hinzufügen von „Interaktivität“ zu ihren statischen Folien. Wir wissen, dass „Herumklicken lassen“ keine sinnvolle Methode ist, die Aufmerksamkeit der Lernenden zu gewinnen, aber Ihr Kunde sieht das möglicherweise anders.

Manchmal kann der Wunsch der Kunden, mehr Interaktivität zum Kurs hinzuzufügen, auch nur ein Zeichen des eigenen Unbehagens mit den Inhalten sein. Sie haben eventuell Bedenken, dass der Kurs ansonsten zu trocken, zu kompakt oder vielleicht sogar überflüssig ist, und hoffen, dass Interaktivität dieses Problem beseitigt oder auch nur kaschiert.

Verwenden Sie Ihre „Instructional-Design-Superkräfte“ lieber dazu, eine grobe Skizze oder einen Prototypen zu entwerfen, bei dem Sie sich auf relevante Inhalte konzentrieren. Manchmal reicht es schon, etwas Konkreteres aber noch nicht Fertiges vor Augen zu haben, um sich das Endergebnis besser vorstellen zu können. Mit diesem Ansatz können Sie dann die Standards für den Kurs besser definieren und sie für jeden verständlich und greifbar veranschaulichen.

Dies sind nur ein paar Gewohnheiten, um erfolgreicher zu sein, aber es gibt noch viele mehr. Welche Tipps können Sie aus Ihren eigenen Erfahrungen hinzufügen? Bitte nutzen Sie die Kommentarfunktion unterhalb dieses Artikels.

Um zukünftige Updates nicht zu verpassen, abonnieren Sie meinen Blognewsletter, und vergessen Sie nicht, mir auf Twitter zu folgen.