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Was ist Micro-Learning?

Was ist Micro-Learning?
Was ist Micro Learning

Eine Warnung vorweg: Dieser Artikel kann appetitanregende Wirkung haben. Wenn Sie schon länger nichts mehr gegessen haben, greifen Sie am besten zu einem kleinen Snack, während Sie weiterlesen.

Ein E-Learning-Kurs in seiner kompletten Länge ist wie eine Hochzeitstorte. Die Vorbereitung dauert länger, er macht ordentlich was her, liegt aber im Zweifel etwas schwer im Magen. Kein Snack, zu dem man im Alltag greifen würde.

Im Vergleich dazu ist Micro-Learning wie eine Dose Kekse: ein paar Happen und schon sind sie weg. Meistens sind sie auch nett anzuschauen, und sie sind leichter verdaulich als die schwere Hochzeitstorte.

Analog dazu werden beim Micro-Learning Informationen und Lerninhalte in kleine, schnell zu konsumierende Happen zerlegt. Das Ziel ist, die Lernenden ein konkretes Ziel möglichst schnell erreichen zu lassen – in der Regel innerhalb von höchstens fünf Minuten. Darin unterscheidet sich Micro-Learning übrigens von Minikursen, die eher 10 bis 15 Minuten dauern.

Es gibt viele Gründe, die Micro-Learning zu einem guten Ansatz machen:

Zugänglichkeit

Wenn Sie den Lernenden kurze, fokussierte Lerninhalte anstelle eines Megakurses zur Verfügung stellen, fühlen sich die Lektionen schaffbarer an. Wenn die Lernenden weniger Zeit und Energie aufbringen müssen, werden sie paradoxerweise sogar mehr Stoff aufnehmen, als wenn sie einen großen Kurs durcharbeiten sollen.

Ad-hoc-Lernen

Indem Sie die Lerneinheiten in kleinere, zielgerichtetere Blöcke aufteilen, erleichtern Sie es den Lernenden, genau das zu finden, wonach sie gerade suchen. Lernende können schnell die benötigten Informationen erhalten und dann weiter das machen, woran sie gerade gearbeitet haben. Anstatt die Lernenden dazu zu verdonnern, den gesamten Prozess zum Kekse-Backen durchzugehen, können Sie ihnen die Möglichkeit geben, nur den Schritt des Rezepts zu wählen, den sie noch nicht kennen oder den sie noch mal auffrischen wollen.

Vielfalt

Micro-Learning können Sie in vielen verschiedenen Formaten anbieten. Manche Informationen vermitteln Sie am besten in einem kurzen Schulungsvideo, andere vielleicht in einem Szenario; manchmal brauchen die Lernenden auch einfach nur eine schnelle interaktive Checkliste. Da Sie sich auf nur ein Lernziel konzentrieren, haben Sie mehr Freiheit, mit verschiedenen Formaten zu experimentieren, ohne einen kompletten Kurs erstellen zu müssen.

 

Wie gehen Sie bei der Erstellung von Micro-Learning am besten vor?

Wenn Sie sich auch einmal an der Erstellung von Micro-Learning versuchen möchten, haben wir eine ganze Reihe hilfreicher Ressourcen für Sie. Bevor Sie aber loslegen, sollten Sie sich einige Fragen stellen:

  • Wie überzeugen Sie das restliche Team von den kleineren Stoffeinheiten?
  • Wie stellen Sie das Konzept Micro-Learning gegenüber Ihrem Unternehmen und den Lernenden vor?
  • Auf welche Informationen müssen die Lernenden in der Praxis ad hoc zugreifen?
  • Wie messen Sie die Effektivität des Micro-Learnings, um sicherzustellen, dass der Lerneffekt mit dem eines klassischen großen Kurses vergleichbar bleibt?
  • Können die Lernenden in der Ad-hoc-Situation auf Audio- und Video-Inhalte zugreifen?

Wenn Sie diese Fragen für sich und Ihre Lernenden beantworten können, haben Sie eine gute Grundlage für Ihre neue Micro-Learning-Strategie.

 

Weiterführende Lektüre

Wenn Sie sich nach diesem Artikel noch nicht richtig vorstellen können, wie Micro-Learning konkret aussehen könnte, empfehlen wir Ihnen, einen Blick auf diese Beispiele zu werfen:

 

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