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3 einfache Methoden zur Schärfung Ihrer E-Learning-Design-Skills

3 einfache Methoden zur Schärfung Ihrer E-Learning-Design-Skills
3 einfache, aber wirksame Tipps für die visuelle Gestaltung von E-Learning

von Tom Kuhlmann

Ich werde oft gefragt, was man tun kann, um im E-Learning-Design besser zu werden. Meist wird im selben Atemzug nach Empfehlungen für Weiterbildungen und und Bücher zum Thema gefragt.

Weiterbildung ist definitiv eine Option, und oft eine gute. Aber nicht unbedingt die beste, wenn es Ihnen wirklich darum geht, bessere Kurse zu erstellen. In einem anderen Artikel habe ich die Vor- und Nachteile einer anerkannten Weiterbildung zum E-Learning-Designer beleuchtet. Lesen Sie sich gerne auch die Kommentare unter dem Artikel durch. Sie enthalten viele gute Argumente für beide Seiten.

Bücher sind ebenfalls eine sehr gute Möglichkeit, sich Wissen rund ums E-Learning anzueignen. Da gibt es wirklich einige richtig gute. Und es müssen auch nicht nur Bücher sein, die Sie lesen. Blogs wie dieses und andere Websites bieten einen unfassbaren Schatz an Anleitungen, Tipps und anderen Materialien, mit denen Sie Ihre E-Learning-Kurse aufs nächste Level heben können.

Aber es ist wie bei E-Learning-Kursen selbst: Am besten lernt man interaktiv, wenn man das Gelernte direkt anwenden kann und unmittelbares Feedback bekommt. Wie lässt sich dieser Ansatz für die eigenen Kursautoren-Kompetenzen umsetzen?

Dazu möchte ich Ihnen 3 Gedanken mitgeben.

1. Stecken Sie, was Sie gelernt haben, direkt in Ihre E-Learning-Kurse

Sagen wir, Sie haben gerade ein richtig gutes Buch über Szenario-basierte Kurse gelesen, in dem die Theorie und Praxis dieses Ansatzes vorbildlich erklärt werden. Das Buch zu lesen, war der erste Schritt. Der zweite, noch wichtigere Schritt ist, das gerade Gelernte sofort in Ihrem nächsten Kurs umzusetzen.

Oder nehmen Sie sich einen Ihrer alten Kurse vor und versuchen Sie, ihn im Licht Ihrer neuen Erkenntnisse aus dem Buch neu zu denken. Was würden Sie anders machen? War es ein statischer Kurs? Was bräuchte es, um ihn interaktiver zu gestalten? Selbst wenn es keinen Sinn machen sollte oder Sie nicht die Zeit haben, den Kurs wirklich umzubauen, bringt es Sie auch schon ein gutes Stück weiter, sich mit diesen Fragen an einem konkreten Beispiel auseinanderzusetzen.

2. Übung macht den Meister, und die Meisterin ebenso

Um gut in etwas zu werden, muss man Zeit reinstecken. Wer sich keine Zeit nimmt, zu üben, wird aufgeschmissen sein, wenn der Ernstfall eintritt.

Übung gibt Ihnen die Gelegenheit, auf neue Ideen zu kommen, sie mit den eigenen Tools umzusetzen und zu testen. Wenn Sie an einem wirklichen Projekt arbeiten, haben Sie vielleicht nicht die Zeit, herumzuprobieren, und müssen evtl. auf langweilige Standardlösungen zurückgreifen.

Beim Üben haben Sie auch die Gelegenheit, an Ideen, die vielleicht doch nicht so gut funktionieren, zu feilen oder sie – wenn alle Stricke reißen – über Bord zu werfen. Kein Kunde will Ihre schräge Idee für ein Szenario hören, erst recht nicht, wenn sie noch unausgegoren ist. Beim Üben haben Ideen Zeit, zu reifen.

Wenn Sie sich dann hinsetzen, um zu üben, bauen Sie keine riesigen Demos. Spielen Sie eher mit kleinen Einheiten herum, einer Lektion, einem Quiz oder auch nur einer einzelnen Interaktion. So haben Sie schneller Erfolgserlebnisse und können einfacher iterieren.

3. In der Vielfalt liegt die Würze

Ich bekomme viele Demos und Portfolios zu Gesicht. Was dabei oft passiert, ist, dass jemand 20 Kurse einreicht, die aber alle gleich aussehen. Dann weiß ich nur, dass diese Person diese eine Art Kurs bauen kann. Wovon ich nichts sehe, ist die Bandbreite ihrer Möglichkeiten.

Wenn Sie sich hinsetzen und üben, Kurse zu erstellen, nehmen Sie sich jedes Mal etwas anderes vor: Machen Sie z. B. eine Liste mit zehn verschiedenen Registerkarten-Interaktionen und bauen Sie dann eine nach der anderen. Wenn Sie dann in einem echten Kurs mal eine brauchen, haben Sie direkt verschiedene Gestaltungsideen zur Hand und vor allem auch das Zeug, sie technisch umzusetzen.

Oder wie wär’s mit dieser Idee: Die drei grundlegendsten aller Interaktionsformen sind bekanntermaßen Klick, Mouseover und Drag-and-Drop. Wenn Sie jetzt zur Übung eine einfache kleine Lektion erstellen, setzen Sie sämtliche Interaktionspunkte als Klick um. Wenn Sie fertig sind, bauen Sie die Lektion um und machen Sie aus jedem Klick ein Drag-and-Drop-Element. Diese Übungsform hat zwei Vorteile: Sie lernen die Möglichkeiten Ihres E-Learning-Tools besser kennen und zwingen sich, bekannte Dinge in einem neuen Licht zu betrachten.

Fazit

Es gibt noch viel mehr Möglichkeiten, an Ihren E-Learning-Kompetenzen zu feilen, aber diese drei sind auf jeden Fall ein guter Anfang. Besorgen Sie sich ein gutes Fachbuch, lesen Sie es und setzen Sie das Gelernte sofort um. Nehmen Sie sich Zeit, zu üben und zu experimentieren. Und stellen Sie ein vielfältiges Portfolio aus Demos und Interaktionen zusammen. Wenn Sie diese drei Dinge tun, werden Sie merken, dass Ihre Kompetenzen wachsen und Ihre Kurse interessanter und interaktiver werden.