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3 Möglichkeiten, die Prinzipien agilen Designs für E-Learning nutzbar zu machen

3 Möglichkeiten, die Prinzipien agilen Designs für E-Learning nutzbar zu machen
3 Möglichkeiten, die Prinzipien agilen Designs für E-Learning nutzbar zu machen

Agil: Diesen Begriff haben wohl alle E-Learning-Entwickler irgendwann in letzter Zeit gehört. Aber was bedeutet agil genau? Um es einfach auszudrücken, bietet ein agiles Verfahren die Möglichkeit, den Designprozess flexibel und interaktiv zu gestalten. Agilität besteht im Prinzip darin, die Kommunikation aller Beteiligten untereinander zu fördern, wandelnden Anforderungen gegenüber offen zu sein und in regelmäßigen Abständen funktionierende Ergebnisse präsentieren zu können.

Der Begriff „agil“ selbst wurde in den frühen 2000er-Jahren von Softwareentwicklern geprägt, die auf der Suche nach einem modernen Entwicklungsverfahren waren. Nach Auffassung dieser Entwickler waren die lange Zeit in der Fertigungsindustrie etablierten Verfahren zu linear, starr und unflexibel. Die expandierende Softwarebranche brauchte frischen Wind. So entstand der Begriff „agil“. Wie können wir diesen Begriff im Instructional Design und E-Learning anwenden? Hier finden Sie einige Möglichkeiten.

Fördern Sie die Kommunikation zwischen den Teams

Die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den Projektbeteiligten ist ein wesentlicher Bestandteil der agilen Vorgehensweise. Damit es zu einer solchen Zusammenarbeit kommt, müssen die Beteiligten wirklich dazu bereit sein. Andernfalls werden sie nicht die Zeit für Meetings und die Kommunikation untereinander aufbringen wollen. Eine Möglichkeit, diese Kommunikation zu fördern, besteht darin, eine Vielzahl von Kanälen (E-Mail, Telefon usw.) zu eröffnen und regelmäßig persönliche Meetings zu veranstalten. Versuchen Sie auch, dafür zu sorgen, alle entsprechenden Mitarbeiter in Ihr Projekt einzubeziehen. Sie entwickeln ein neues E-Learning-Programm für das Vertriebsteam? Neben der Zusammenarbeit mit einem SME (Subject Matter Expert) sollten Sie auch überlegen, einen “regulären” Mitarbeiter aus dem Vertriebsteam einzubeziehen, um im Projektverlauf die Erkenntnisse und Ansichten des Teams zu erfahren. Vielleicht kann eine Sichtweise oder Information des Teams Ihrem Projekt zum Erfolg verhelfen.

Nehmen Sie mehr Review-Kontrollpunkte auf

Ein Grundpfeiler des agilen Vorgehens ist die Möglichkeit, mit sich wandelnden Anforderungen in einem Projekt umzugehen, sobald diese auftreten. Dies kann nur passieren, wenn regelmäßig Besprechungen stattfinden und Sie Ihrem Kunden die Gelegenheit bieten, wichtiges Feedback zu geben. Nehmen Sie beim Aufstellen eines Projektplans so viele Review-Kontrollpunkte wie möglich auf und legen Sie diese möglichst frühzeitig fest. Auf diese Weise sollten Sie Probleme oder möglicherweise notwendige Änderungen früher im Projektverlauf erkennen und den Überarbeitungs- oder Änderungsaufwand möglichst gering halten können.

Entwickeln Sie kleine Abschnitte

Da Sie in den gesamten Designprozess mehr Review-Kontrollpunkte integriert haben, werden Sie vermutlich immer nur kleinere Abschnitte Ihres Kurses auf einmal erstellen. Dies ist eine gute Möglichkeit, ein weiteres Grundprinzip des agilen Verfahrens umzusetzen: in der Lage zu sein, ein funktionierendes Ergebnis zu liefern! Anstatt den gesamten Kurs zu entwickeln und alles auf einmal zu präsentieren, sollten Sie kleinere Abschnitte (beispielsweise eine Lektion oder ein Modul) entwickeln, die bei ihrer Erstellung geprüft und vorgestellt werden können. Wenn Sie solche kleineren Abschnitte verwenden, können Sie auch früher sehen, wie Ihre Lernenden und Beteiligten auf die Inhalte reagieren und nach Bedarf Anpassungen an späteren Abschnitten vornehmen.

Dies sind drei einfache Möglichkeiten, die Prinzipien der Agilität in Ihr E-Learning-Design zu integrieren. Haben Sie irgendwelche agilen Vorgehensweisen in Ihren Arbeitsablauf integriert? Wenn ja, erläutern Sie diese doch bitte im Kommentarbereich unten.

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