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3 Tipps für Qualitätssicherung im E-Learning

3 Tipps für Qualitätssicherung im E-Learning
3 Tipps für Qualitätssicherung im E-Learning

Qualitätssicherung (Quality Assurance = QA) ist wahrscheinlich nicht gerade der beliebteste, aber dennoch ein sehr wichtiger Bestandteil der E-Learning-Kursentwicklung.

Und gerade weil sie so wichtig ist, hier ein paar Tipps, wie man bei der Qualitätssicherung vorgehen kann.

1. Suchen Sie sich jemanden mit „frischen Augen“

Wenn man bereits intensiv an einem Projekt gearbeitet hat, wird man oft „betriebsblind“, d. h. man sieht beispielsweise Tippfehler nicht mehr. Auch Kursablauf und Navigationsfluss nimmt man als gegeben hin und übersieht eventuell logische Brüche.

Deshalb ist es gut, sich jemanden zum Testen zu suchen, der „unvorbelastet“ ist und bisher noch nichts mit der Entwicklung zu tun hatte oder überhaupt nicht am Projekt beteiligt ist. Das können Mitarbeiter oder Manager anderer Bereiche sein oder auch gute Freunde oder Familienmitglieder.

Achten Sie jedoch darauf, dass Sie niemandem Einblick in vertrauliche Informationen ermöglichen, der die Geheimhaltungserklärung nicht unterzeichnet hat.

2. Planen Sie von vornherein eine bestimmte Anzahl von Prüfzyklen ein

Je nach Projekt und Anzahl der beteiligten Akteure können Sie mehr oder weniger Überprüfungszyklen einplanen. Das ist etwas, was Sie zu Beginn des Projekts festlegen sollten, da sich diese Überprüfungen natürlich auf die Produktionszeit auswirken. Neben der Anzahl von Prüfzyklen sollten Sie auch einen festen Zeitplan pro Prüfungszyklus vordefinieren.

Es ergibt sogar Sinn, die Überprüfungen thematisch zu organisieren, z. B. nach strukturellen oder inhaltlichen Fehlern zu suchen. Das hängt ganz von Ihrem Projekt ab: Strukturelle Veränderungen beeinflussen den Aufbau des Kurses, inhaltliche Änderungen können beispielsweise Auswirkungen auf Voice Over haben, wenn Sie sie in Ihrem Kurs einsetzen.

3. Dokumentieren Sie die Fehler

Es kann eine Herausforderung sein, den Überblick über das Feedback zu behalten, dass Sie während dieser Überprüfungszyklen bekommen. Deshalb ist es wichtig, dass Sie überprüfen können, ob die gewünschten Änderungen von einer Version zur nächsten auch wirklich umgesetzt und implementiert wurden.

Man kann ein Protokoll beispielsweise in Form eines Google-Dokuments führen, so dass alle Beteiligten (Projektmanager, Projektteam, SME usw.) Zugriff darauf haben und das Dokument in Echtzeit gleichzeitig bearbeiten können.

Manchmal mag die Problembeschreibung zwar einleuchtend für denjenigen sein, der sie schreibt, aber völlig unverständlich und aus dem Zusammenhang gerissen für Dritte. An dieser Stelle können Screenshots sehr hilfreich sein! Bereiten Sie am besten eine Extraspalte in Ihrem Google-Dokument dafür vor.

Offensichtlich sind diese Vorschläge nur die Spitze des Eisbergs. Hier sind noch weitere Artikel zum Thema Testen und Qualitätssicherung:

Wie setzen Sie die Qualitätssicherung in Ihren E-Learning-Projekten um? Wie viele Prüfzyklen haben Sie vorgesehen und wie behalten Sie den Überblick über das Feedback? Bitte geben Sie Ihre Erfahrungen über die Kommentarfunktion weiter.

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