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HTML5 – ein Segen für die E-Learning-Welt

HTML5 – ein Segen für die E-Learning-Welt
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Wenn Sie als E-Learning-Entwickler arbeiten aber keine Web-Entwicklungserfahrung mitbringen, haben Sie mit einiger Wahrscheinlichkeit schon den Begriff HTML5 gehört und sich gefragt, was die 5 zu bedeuten hat und wieso so viel darüber geredet wird. Sehr gute Fragen!

In diesem Artikel wollen wir Ihnen Ihre Fragen beantworten und einen kurzen historischen Abriss zum HTML-Standard geben. Wenn Sie mit der Lektüre fertig sind, werden Sie verstehen, was an HTML5 so besonders ist und was es der E-Learning-Welt alles gebracht hat.

Was ist HTML5?

HTML ist ein Akronym und steht für Hypertext Markup Language (dt. Hypertext-Auszeichnungssprache). Hierbei handelt es sich um eine standardisierte, aber laufend weiterentwickelte Sprache zur Strukturierung von Inhalten im World Wide Web. HTML5 ist die neueste Version dieses Standards. Verwaltet und weiterentwickelt werden die Standards vom World Wide Web Consortium (W3C).

So neu ist HTML5 allerdings gar nicht. HTML selbst stammt aus den 90er-Jahren des letzten Jahrhunderts, und HTML5 gibt es bereits seit ca. zehn Jahren. Nennenswert weit verbreitet ist HTML5 aber erst seit etwa 6 Jahren.

Webseiten werden in HTML-Code geschrieben. Dieser Code wird dann von Internet-Browsern wie Firefox, Opera, Chrome, Edge oder Safari interpretiert, damit die Seite auf einem Bildschirm angezeigt werden kann. Eine Seite in HTML5 zu schreiben reicht aber noch nicht aus, um in den Genuss all der coolen Web-Funktionen zu kommen, die wir inzwischen schon für selbstverständlich halten. Hier kommt eine andere Programmiersprache ins Spiel: JavaScript. JavaScript, HTML und die sogenannten Cascading Style Sheets (CSS) machen im Zusammenspiel das aus, was wir heute als normale Web-Oberfläche empfinden.

Die allermeisten modernen Internet-Browser sind mit dem HTML5-Standard kompatibel, im Detail kann eine Seite aber von verschiedenen Browsern unterschiedlich interpretiert werden, sodass die Webseite in einem Browser etwas anders dargestellt wird als in einem anderen. E-Learning-Entwickler können diese Inkonsistenzen aufspüren und ausmerzen, indem sie vor der Veröffentlichung ihrer Kurse eine rigorose Qualitätssicherung durchführen, innerhalb derer der Kurs in allen verbreiteten Browsern auf Darstellung und Funktionalität geprüft wird.

Wie hat HTML5 die E-Learning-Welt verändert?

Die früheren HTML-Versionen waren nicht wirklich auf eine Welt ausgelegt, in der Milliarden von Menschen täglich über ihre Mobilgeräte aufs Internet zugreifen. Um Webseiten mit dynamischen Inhalten anzuzeigen oder auch nur Audio- oder Video-Inhalte abzuspielen, wurden Plugins wie Adobe Flash benötigt. Doch das Flash-Plugin war ein wahrer Ressourcenfresser, der die Leistung und Akkulaufzeit der Geräte, auf denen er lief, stark beeinträchtigte. Ein deutlicher Beweis für diesen Umstand war, dass Apple im Jahr 2010 bekanntgab, dass Flash auf Apple-Geräten nicht mehr unterstützt würde. Aus diesem und anderen Gründen verschwand Flash immer mehr in der Versenkung, je mehr Verbreitung HTML5 fand.

Die Erschaffer von HTML5 hatten die Weitsicht, die heutige interaktive Multi-Device-Welt zu antizipieren und legten das Fundament für einige wichtige Innovationen sowohl in der Web- als auch in der E-Learning-Technologie. Audio- und Video-Inhalte ohne Plugins einbetten zu können ist nur ein Beispiel. HTML5 setzt auch auf Geräteunabhängigkeit – und damit ein einheitlicheres Surf-Erlebnis egal auf welchem Gerät und mit welchem Betriebssystem.

Diese und andere Entwicklungen führten auch dazu, dass Webseiten schneller geladen werden können, weniger Bandbreite benötigt wird und der Akku von Mobilgeräten weniger stark beansprucht wird. Für Benutzer mit einer langsamen Internetverbindung oder solche, die mit geringer Bandbreite im Mobilfunknetz surfen, ist damit E-Learning deutlich attraktiver oder überhaupt erst möglich geworden. Und das ist ja genau der zentrale Gedanke hinter E-Learning: Menschen die Inhalte und Informationen zu liefern, wo auch immer sie sich gerade aufhalten.

Zum Glück unterstützen die meisten E-Learning-Autorentools heutzutage HTML5, darunter natürlich auch Storyline 3, Storyline 360, Rise 360 und Studio 360. Sie können Ihre Lernenden also in den Genuss sämtlicher Leistungs- und Darstellungsverbesserungen kommen lassen, die HTML5 möglich macht – und zwar ohne, dass Sie irgendwelche Programmierkenntnisse bräuchten.

Fazit

Ständige Weiterbildung ist für alle, die im Umfeld des Lernens und des Lehrens arbeiten, eine Selbstverständlichkeit. Und heute haben Sie wieder einen wichtigen Beitrag zu Ihrer beruflichen Weiterbildung geleistet.

Die Rolle von HTML5 innerhalb der E-Learning-Entwicklung zu verstehen, wird Ihnen in vielerlei Hinsicht helfen. Zunächst einmal haben Sie eine Vorstellung davon gewonnen, in welche Richtung Sie sich als nächstes weiterbilden könnten (vielleicht einen JavaScript-E-Learning-Kurs belegen?). Außerdem sind Sie so in der Lage, Ihre E-Learning-Designs schlanker und leistungsstärker zu gestalten, bei der Fehlersuche effizienter vorzugehen und die Bedürfnisse Ihrer Lernenden noch besser zu verstehen.

Die vollständige Geschichte von HTML ist natürlich viel komplexer als wir hier darstellen konnten. Wer noch mehr über dieses spannende Thema erfahren möchte, dem seien die folgenden Artikel ans Herz gelegt:

 

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