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Ältere E-Learning-Kurse aktualisieren – in 4 einfachen Schritten

Ältere E-Learning-Kurse aktualisieren – in 4 einfachen Schritten
Flash-Kurse aktualisieren

Etwas, das alle Fortbildungsabteilungen tun sollten, aber allzu oft nicht tun, ist regelmäßig zu überprüfen, ob die bestehenden Kurse noch aktuell sind und fehlerfrei funktionieren.

Dafür, dass das zu selten gemacht wird, gibt es verschiedene Gründe:

  1. Den E-Learning-Kurs an die Teilnehmer auszuliefern ist oft der letzte Schritt im Projektplan. Eine spätere Durchsicht und Prüfung hat niemand auf dem Schirm.
  2. Alle Mitarbeiter sind vollauf damit beschäftigt, neue Kurse zu erstellen.
  3. Der Katalog bestehender Kurse ist so groß, dass der Gedanke daran, sie alle durchzugehen, einfach zu abschreckend ist.

Wenn Sie sich in dieser kurzen Liste an Argumenten wiedererkannt haben, ist es an der Zeit, das Ruder herum zu reißen. Schließlich stellen E-Learning-Kurse, die nicht mehr richtig funktionieren, eine grandiose Zeit- und Ressourcenverschwendung dar. Wenn Sie so an diese Frage herangehen, leuchtet schnell ein, wie wichtig die regelmäßige Wartung Ihrer E-Learning-Kurse ist.

Um diese gewaltige Herausforderung überschaubarer zu machen, haben wir den Vorgang in diesem Artikel für Sie in einzelne Schritte zerlegt. Und wenn Sie einmal dabei sind, haben wir noch ein paar Tipps, wie Sie Ihre Kurse gleich noch ein bisschen besser machen können.

1. Liste anlegen

Am besten legen Sie zunächst eine Liste aller Ihrer Kurse an. Die Liste können Sie z. B. in MS Excel oder Google Sheets anlegen. Die folgenden Punkte sind sinnvoll in diese Liste aufzunehmen:

  • Titel des Kurses
  • Veröffentlichungsdatum
  • Verwendetes Autorentool
  • URL des veröffentlichten Kurses
  • Speicherort der Quelldatei(en)
  • Erforderliche Aktion (z. B. neu veröffentlichen, Inhalt aktualisieren, entfernen, neu entwerfen – Näheres zu diesen Optionen im nächsten Abschnitt)
  • Notizen
  • Priorität

Wie eine solche Liste aussehen könnte, sehen Sie hier:

Excel-Tabelle zur Kursaktualisierung

Sagt Ihnen dieser Ansatz zu? Dann laden Sie sich gerne unsere Liste zur Evaluierung von E-Learning-Kursen herunter und legen Sie direkt los.

2. Kurse durchsehen

Wenn die Liste steht, nehmen Sie sich reichlich Zeit, um die Kurse Stück für Stück durchzugehen. Alle Interaktionen, Animationen und sonstigen Inhalte müssen reibungslos funktionieren. Auch Inhalt und Grafik müssen immer noch relevant und aktuell sein. Eine ausführlichere Liste der Punkte, die Sie beachten sollten, finden Sie hier: Checkliste zur Durchsicht alter E-Learning-Kurse.

Wenn Sie auf Inhalte oder ganze Kurse stoßen, die inhaltlich überholt sind oder technisch nicht mehr richtig funktionieren, müssen Sie entscheiden, ob es effizienter ist, den Kurs zu aktualisieren oder gleich neu zu erstellen. Hilfe über diese Entscheidung gibt unser Artikel Aufheben oder aufgeben? Wie Sie entscheiden, ob Sie einen alten E-Learning-Kurs wiederbeleben oder nicht.

Wenn Sie einen Kurs fertig analysiert haben, tragen Sie Ihre Erkenntnisse in Ihre Liste ein, vor allem in die Spalte „Erforderliche Aktion“.

3. Plan erstellen

Bevor Sie sich jetzt an die Arbeit machen, sollten Sie erst einen Plan erstellen. Gehen Sie die Liste durch und legen Sie fest, in welcher Reihenfolge Sie sich um die Kurse kümmern werden. Geschäftskritische Kurse sollten natürlich priorisiert werden, z. B. Kurse zur Einarbeitung neuer Mitarbeiter, Softwarekurse für Mitarbeiter mit Kundenkontakt oder Kurse, die Fertigkeiten vermitteln, die für die Unternehmensziele essenziell sind.

Überlegen Sie für jeden Kurs, ob Sie ihn alleine bearbeiten können oder ob Sie dabei Hilfe von Kollegen oder externen Dienstleistern benötigen.

Überlegen Sie auch für jeden Kurs, ob er mit einem Mal komplett überarbeitet werden muss, oder ob das auch stückweise geschehen kann. Legen Sie ggf. einen Zeitplan für zukünftige Überprüfungen und nötige Aktualisierungen an.

4. An die Arbeit machen

Wenn der Plan steht, kann es an die Arbeit gehen. Lassen Sie uns jetzt die 4 möglichen Wege im Detail durchgehen.

Neu veröffentlichen

Nehmen wir den Fall, dass der Inhalt und die Gestaltung noch zeitgemäß sind, aber der Kurs nicht mehr funktioniert, weil er auf Adobe-Flash basiert, was nicht mehr unterstützt wird. Wenn der Kurs mit Storyline 1, Storyline 2, Studio ’09, oder Studio ’13 erstellt wurde, ist es ratsam, ihn ins Articulate-360-Format zu übertragen (Articulate 360 beinhaltet sowohl Storyline 360 als auch Studio 360) oder ins Storyline-3-Format. Denn die ausgegebenen HTML5-Dateien dieser Tools funktionieren in allen gängigen Browsern. Die Konvertierung der Kurse in die neueren Formate ist mit Articulate kinderleicht. Für die verschiedenen Zielformate haben wir jeweils eigene Anleitungen erstellt:

Vergessen Sie nach der Konvertierung nicht, den Kurs erneut zu veröffentlichen, sei es in Ihrem LMS oder auf Ihrer Website.

Inhalt aktualisieren

Gehen Sie den Kurs anhand der Notizen durch, die Sie sich während der ersten Durchsicht gemacht haben. Das können neue Grafiken sein, Umformulierungen einzelner Passagen oder die Behebung kleinerer technischer Probleme.

Lesen Sie hierzu auch unseren Artikel Mit diesen 4 Kniffen frischen Sie ältere E-Learning-Kurse im Nu auf.

Entfernen

Selbst, wenn Sie entschieden haben, dass ein Kurs seine Funktion nicht mehr erfüllt und gestrichen werden kann, gehen Sie ihn aufmerksam durch und speichern Sie einzelne Szenen, Folien oder Interaktionen, die Sie vielleicht in zukünftigen Kursen noch gebrauchen können. Diese Elemente können Sie ganz einfach in ein neues Storyline-360-Projekt importieren.

Wenn Sie es nicht übers Herz bringen, alte Kurse tatsächlich zu löschen, legen Sie einen Archivordner an, den Sie bei Gelegenheit nach brauchbarem Material durchstöbern können.

Neu entwerfen

Wenn Sie keinen Zugriff mehr auf die Quelldateien eines alten Kurses haben oder sämtlicher Inhalt eindeutig veraltet ist, müssen Sie den Kurs wohl oder übel neu entwerfen.

Entscheiden Sie in einem solchen Fall zunächst, welches Autorentool Sie benutzen möchten. Bei der Entscheidung kann Ihnen dieser Artikel helfen: Rise 360 oder Storyline 360: Welches Tool ist für Ihr Projekt am sinnvollsten?.

Stellen Sie sich dann weitere Fragen wie:

  • Welche Änderungen müssen am Inhalt vorgenommen werden?
  • Welche neuen Bildelemente werden gebraucht?
  • Müssen Videos aktualisiert werden?
  • Könnte der Stoff in mehrere kürzere Kurse aufgeteilt werden?

Weitere Lektüre

Wir hoffen Ihnen und Ihrem Team mit diesem Artikel geholfen zu haben, Ihr Kurs-Portfolio auf dem Laufenden zu halten.

Wenn Sie mehr zu diesem Thema lesen möchten, haben wir auf unserem Blog zahlreiche Artikel für Sie:

 

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