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Was gehört in ein E-Learning-Portfolio?

Was gehört in ein E-Learning-Portfolio?
Warum Sie ein E-Learning-Portfolio benötigen

Nachdem Sie „Warum Sie ein E-Learning-Portfolio benötigen … möglichst sofort!“ gelesen haben, sind Sie hoffentlich ganz begierig darauf, mit Ihrem E-Learning-Portfolio zu beginnen. 😉  Lassen Sie uns einen Blick darauf werfen, was es enthalten sollte:

Projekte

Da sich bei einem Portfolio alles um Ihre Projekte und Erfahrungen dreht, sollten Sie Ihre besten und interessantesten Arbeitsproben auswählen. Erklären Sie, warum Sie sie ausgewählt haben: die Herausforderungen, mit denen Sie konfrontiert waren, die Lösungen, die Sie gefunden haben, die Ziele, die Sie für den Kunden und die Lernenden erreichen sollten usw. Achten Sie darauf, dass die ausgewählten Projekte auch die Vielfalt Ihrer Fähigkeiten widerspiegeln. Wenn Sie gezielt eine bestimmte Branche ansprechen möchten, dann markieren Sie Projekte mit diesem Fokus.

Es ist oft nicht einfach, zwischen den Projekten auszuwählen, aber nicht zu vergessen, dass es dabei um Qualität und nicht um Quantität geht. Es ist besser, drei wirklich herausragende Projekte zu präsentieren, als 15 Projekte, die so gut wie das Gleiche zeigen.

Schreiben Sie eine kurze Zusammenfassung für jedes Projekt, das Sie auswählen – nicht länger als eine DIN A4-Seite, so dass sie einfach und schnell zu „scannen“ ist. Potenzielle Arbeitgeber oder Kunden haben keine Zeit, eine lange Erklärung zu lesen. Meistens wollen sie die wichtigsten Fakten auf einen Blick sehen.

Wenn Sie die Berechtigung Ihres Auftraggebers haben, den fertigen Kurs zu zeigen, dann betten Sie ihn in das Portfolio ein oder bieten Sie einen Link zur Online-Version an. Ansonsten präsentieren Sie einige Screenshots der interessantesten Bereiche. Und wenn Sie Instructional Designer sind, achten Sie darauf, Proben des Storyboards zu zeigen. Um Ihre visuellen Designfähigkeiten hervorzuheben, können Sie einige Skizzen der Bilder neben den fertigen Versionen darstellen.

Erfahrungen und Fähigkeiten

Da es das Ziel eines Portfolios ist, einen potenziellen Kunden oder Arbeitgeber mit Ihren Fähigkeiten zu beeindrucken, stellen Sie sicher, dass die Projekte, die Sie dort zeigen, die gesamte Palette Ihrer Fähigkeiten repräsentieren. Benennen Sie spezielle Fähigkeiten in den Projektbeschreibungen – und wie sie dazu beigetragen haben, bestimmte Herausforderungen zu meistern und die Ziele des Kunden zu erfüllen.

Wenn Sie für Ihre Projekte verschiedene Tools verwendet haben, benennen Sie sie. Beispiele für multimediale Elemente wie Podcasts, Videosequenzen und Animationen tragen ebenfalls dazu bei, zu beeindrucken und zeigen Ihr Interesse und Ihre Bereitschaft, verschiedene Technologien anzuwenden.

Da „soziales Lernen“ oder „kooperatives Lernen“ derzeit wichtige Schlagworte sind, können Sie Ihre Social-Media-Fähigkeiten hervorheben, indem Sie Lerninteraktionen auf Twitter oder Facebook oder anderen Social-Media-Plattformen beschreiben bzw. zeigen.

Beruflicher Werdegang

Um Ihre Professionalität zu unterstreichen, fügen Sie eine Seite mit Ihrer berufsbezogenen Biografie hinzu. Sie sollte folgende Informationen enthalten: Wo haben Sie studiert? Für welche Unternehmen haben Sie in der Vergangenheit gearbeitet? Welche Projekte haben Sie gemeistert?

Eine kurze Zusammenfassung Ihrer Ausbildung, Fähigkeiten und Erfahrungen sollte ausreichen – Sie können zusätzlich einen Link zu einer PDF-Datei mit Ihrem vollständigen Lebenslauf anbieten.

Empfehlungen

Wenn Sie Empfehlungen von einem Kunden, Projektpartner, Arbeitgeber oder Kollegen erhalten haben, gehören sie in das Portfolio. Sie können außerdem einen Kollegen bitten, drei bis fünf Sätze über Sie und Ihre Arbeitsbeziehung zu schreiben. Plattformen wie LinkedIn fördern dies, denn sie bieten die Möglichkeit, Ihre Kontakte um Empfehlungen zu bitten.

Alles andere

Hier gehören Informationen hin, die oben nicht aufgeführt wurden. Wenn Sie beispielsweise Artikel über arbeitsbezogene Themen veröffentlicht haben, sollten Sie eine Leseprobe oder einen Link zu Ihrem Portfolio hinzufügen. Sie könnten auch interessante und hilfreiche Downloads anbieten. Das Gleiche gilt für Präsentationen, die Sie gegeben haben: Geben Sie den Namen der Veranstaltung an, wann und wo Sie präsentiert haben sowie einen kurzen Überblick über Ihr Thema.

Als allgemeine Richtlinie sollten Sie sich darüber klar werden, was Sie in Ihrem Portfolio zeigen können und wollen und was nicht. Holen Sie sich die Berechtigungen von bisherigen Kunden und Arbeitgebern ein, um sicherzustellen, dass Sie keine Vertraulichkeits- oder Geheimhaltungsvereinbarungen verletzen.

Fehlt etwas in dieser Aufstellung? Wir freuen uns über Ihre Anregungen, Ideen und Kommentare – bitte nutzen Sie dafür die Kommentarfunktion.

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