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5 Möglichkeiten, um ein Überladen Ihrer Kursseiten zu vermeiden

5 Möglichkeiten, um ein Überladen Ihrer Kursseiten zu vermeiden
5 Möglichkeiten, um ein Überladen Ihrer E-Learning-Kursseiten zu vermeiden

E-Learning-Designer stehen regelmäßig vor der Herausforderung, Inhalte für ihre Kurse zu sichten, zu sortieren und zu organisieren und große Mengen an Informationen so aufzubereiten, dass das Lernen effizient, effektiv und ansprechend vonstattengehen kann.

Ein häufiger Fehler ist es, die Lernenden mit zu vielen Informationen auf einmal zu versorgen. Die richtige Balance zwischen der Vollständigkeit der Informationen auf der einen Seite und zu vielen Informationen auf der anderen Seite erfordert ein gutes, professionelles Urteilsvermögen.

Schauen Sie sich deshalb diese 5 Strategien zur Optimierung Ihrer Kursseiten an.

1. Verwenden Sie nur eine Kernaussage pro Kursseite

Wir Menschen können nur eine relativ kleine Informationsmenge auf einmal absorbieren. Wenn Sie nur eine Kernaussage, eine Idee, eine Theorie oder Ähnliches pro Kursseite darstellen, reduzieren Sie die Menge der erforderlichen mentalen Verarbeitung und erhöhen damit die Chance, dass die Lernenden sich daran erinnern.

2. Strukturieren Sie Absätze durch Aufzählungen oder andere visuelle Hilfen

Denken Sie daran: E-Learning-Kurse sind keine Dokumentationen bzw. Benutzerhandbücher. Wenn Sie sehr viel Text auf einer Seite unterbringen müssen, überlegen Sie, ob Sie die Informationen komprimieren und als Aufzählungen darstellen können. Bulletpoint-Listen werden zwar immer wieder kritisiert, aber sinnvoll eingesetzt können sie komplexe Inhalte wunderbar vereinfachen. Ein paar gut gemachte Aufzählungspunkte sind viel einfacher zu „verdauen“ als ein Bildschirm voller Text.

Eine andere Möglichkeit ist beispielsweise, Tab- oder Ziehharmonika-Interaktionen einzusetzen,, bei denen die Inhalte durch Anklicken der Tabs oder Ziehharmonika-Menüs erreichbar wird.

3. Ersetzen Sie Text durch Bilder

Wieder einmal passt hier „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“. Lerninhalte werden so besser verinnerlicht, wenn sie als (Schau-)Bild statt nur in Worten dargestellt werden. Es kann auch eine Kombination aus beidem sein. Wenn Sie die Wahl haben, entscheiden Sie sich auf alle Fälle für die bildliche Darstellung.

4. Ersetzen Sie Zahlen durch ein Diagramm

Kompakte Zahlentabellen sind fast immer schwer zu interpretieren. In der Regel sind nicht die tatsächlichen Zahlen wichtig, sondern ihre Aussage. Je nachdem, was Sie durch die Zahlen verdeutlichen wollen, kann ein Diagramm eine viel effektivere Methode sein, Ihre Lernenden auf das hinzuweisen, was sie erfahren sollen.

5. Ersetzen Sie Text durch Sprechertexte

Wir hatten vor einiger Zeit zu diesem Thema eine Blogdiskussion, die Sie gerne hier nachlesen können: Voice Over in Ihren E-Learning-Kursen – Ja oder Nein?

Prinzipiell könnte man in Erwägung ziehen, Texte komplett durch Voice Over zu ersetzen und sie nur nach Bedarf einzublenden (Voice-Over-Skript auf Knopfdruck). Gerade wenn Sie komplexe Grafiken oder Schaubilder zeigen, kann ein Voice Over gut unterstützen, da die Lernenden nicht das Schaubild betrachten und gleichzeitig lange Erklärungstexte lesen können.

Die Bedingungen hierfür müssen jedoch genau vorab untersucht werden, deshalb steht diese Möglichkeit auch am Ende dieser Auflistung. Eine Grundvoraussetzung dafür ist natürlich, dass die Lernenden Zugang zu Audio haben.

Grundsätzlich gilt: Wenn Sie Bedenken haben, Inhalte zu kürzen oder manche Informationen rauszustreichen, können Sie immer noch eine Ressourcen-Seite verwenden, um sie zur Verfügung zu stellen. Damit hätten Sie alle zufriedengestellt – klar strukturierte Kursseiten mit nur den relevanten Informationen einerseits, andererseits (für alle, die es genauer wissen wollen) weiterführende Informationen nach Bedarf.

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