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Review-Checkliste für Rise-360-Kurse

Review-Checkliste für Rise-360-Kurse

E-Learning-Kurse zu erstellen geht mit Rise 360 so leicht und schnell von der Hand, dass man fast versucht ist, den Kurs ohne einen gewissenhaften Qualitätssicherungstest zu veröffentlichen. Aber egal, wie verlockend das wirken mag, auf einen gründlichen Review-Prozess sollten Sie nie verzichten. Hier Zeit zu investieren, spart in aller Regel deutlich mehr Aufwand an anderer Stelle. Außerdem sind Sie nicht nur Ihren Auftraggebern, sondern auch den späteren Kursteilnehmern schuldig, einen hochwertigen, reibungslos funktionierenden Kurs abzuliefern.

Bevor Sie Ihren Kurs veröffentlichen, stellen Sie sich am besten die folgenden Fragen:

Stimmt beim Inhalt alles?

Egal, mit welchem Autorentool Sie Ihre E-Learning-Kurse erstellen, es ist immer eine gute Idee, am Ende alles noch einmal gründlich Korrektur zu lesen.

Inhalt

Wenn Sie in Rise 360 einen Block in eine Lektion einfügen, wird automatisch Platzhaltertext eingefügt. Das erleichtert Ihnen die Arbeit natürlich sehr, birgt aber auch die Gefahr, hier und da zu vergessen, diese Platzhaltertexte zu löschen oder durch eigene Texte zu ersetzen. Gehen Sie jedes Szenario, jede beschriftete Grafik, jeden interaktiven Block und jedes Quiz sorgfältig durch, um auch das letzte „lorem ipsum“ und das letzte „Add a quote here“ zu erwischen. Überprüfen Sie Ihre Texte auch auf inhaltliche Stimmigkeit.

Rechtschreibung und Grammatik

Ein Kurs voller Rechtschreib- und Grammatikfehler wirkt unseriös und schadet Ihrem Ansehen als E-Learning-Entwickler und dem Ihres Auftraggebers. Im schlimmsten Fall können solche Fehler sogar sinnentstellend wirken. Achten Sie beim Korrekturlesen also auch auf diese Art Fehler. Da Rise 360 in Ihrem Browser läuft, können Sie die dort eingebaute Rechtschreibprüfung nutzen bzw. Rechtschreibprüfungs-Add-ons installieren.

Ist das Design einheitlich?

Das Tolle an Rise 360 ist, dass Ihre E-Learning-Kurse automatisch klasse aussehen. Es gibt jedoch Anpassungen und Optionen, mit denen Sie Ihre Kurse noch knackiger aussehen lassen können. Achten Sie beim Review-Prozess auf die folgenden Dinge.

Theme

Viele Unternehmen legen großen Wert auf Branding und Corporate Design. Für den Fall, dass Sie solche Design-Vorgaben für Ihr Projekt haben, hat Rise 360 einige Anpassungsmöglichkeiten auf Lager: Unternehmenslogos einbinden, Titelbilder einfügen, Schriftart und Farbschema anpassen, Seitenleisten, Beschriftungen und anderen Text anpassen. Bevor Sie Ihren Kurs also abliefern, nehmen Sie sich die Zeit, ihn an Ihre Vorstellungen oder Vorgaben anzupassen.

Kursautor

Wenn Sie einen Rise-360-Kurs erstellen, wird Ihr Articulate-360-Kontoname automatisch oben als Autor des Kurses angezeigt. Wenn Sie Kurse für einen externen Auftraggeber oder im Team erstellen, möchten Sie vielleicht nicht namentlich als Autor genannt werden. In solchen Fällen können Sie einfach auf Ihren Namen und dann auf Hide Author klicken.

Bildmaterial

Wie oben schon erwähnt, enthalten die Blöcke in Rise 360 Platzhalter. Das gilt nicht nur für Texte, sondern auch für Bilder. Klicken Sie sich durch alle Blöcke um sicherzustellen, dass Sie sämtliche Standardbilder gelöscht bzw. ersetzt haben. Diesen Durchgang können Sie gleichzeitig dazu nutzen, um zu prüfen, ob Sie einen durchgehenden Stil für Ihr Bildmaterial verwenden. Sind alle Bilder bunt oder schwarzweiß, oder haben Sie die Stile gemischt?

Layout 

Das Layout des Kurses spielt auch eine wichtige Rolle in der Lernerfahrung, die Sie Ihren Kursteilnehmern bieten. Die Anordnung der Elemente kann den Lernfluss fördern, aber auch behindern. Die große Vielfalt an Blocktypen in Rise 360 verleitet leicht dazu, alle möglichen einzubauen, um den Lernenden ein wenig Abwechslung zu bieten. Vielfalt um ihrer selbst willen kann einen E-Learning-Kurs aber schnell unruhig und chaotisch wirken lassen. Ein einheitliches Layout hilft den Lernenden, die Struktur des Kurses zu erfassen und sich auf den Inhalt zu konzentrieren. Gehen Sie alle Lektionen Ihres Kurses durch und sorgen Sie dafür, dass Sie für ähnliche Arten von Inhalten immer die gleichen Blocktypen verwenden.

Zusammenarbeit

Wenn Sie ein Abonnement für Articulate 360 Teams haben, können Sie ganz leicht zu mehreren an ein und demselben Kurs arbeiten. Das spart eine Menge Zeit, birgt aber das Risiko, dass sich Uneinheitlichkeiten einschleichen. Wenn Sie mit Anderen an einem Kurs gearbeitet haben, sehen Sie sich am Ende noch einmal alle Teile an, um sicherzustellen, dass Layout und Formatierung durchgehend einheitlich sind.

Funktioniert alles, wie es soll?

Da Navigation und Interaktivität in Rise 360 automatisch gebrauchsfertig sind, denken Sie vielleicht, es sei unnötig, sich nach Fertigstellung des Kurses einmal durchzuklicken, wie Sie es bei anderen Kursen selbstverständlich tun würden. Auf einige Details sollten Sie während des Review-Prozesses jedoch auf jeden Fall achten.

Schaltflächen und Hyperlinks

Schaltflächen und Hyperlinks sind das Rückgrat der Navigation in jedem E-Learning-Kurs. Was Sie auf keinen Fall wollen, ist, dass Lernende einem Link folgen und auf der falschen Website oder in der falschen Lektion landen. Klicken Sie auf alle Schaltflächen und Hyperlinks Ihres Kurses und vergewissern Sie sich, dass sie an die richtigen Stellen führen.

Medien

Wenn Ihr Kurs eingebettete Medien hat, sollten Sie sich alle Audioclips anhören und alle Videos ansehen, um sicherzugehen, dass die richtigen Dateien abgespielt werden und sie auch vollständig abgespielt werden.

Quizfragen

Beim Verfassen von Antwortmöglichkeiten und Feedbacktexten kann es einem schon mal passieren, dass man vergisst, die richtige Antwort zu markieren. Beantworten Sie testweise alle Quizfragen, um sicherzustellen, dass das jeweils richtige Feedback angezeigt wird.

Navigationseinstellungen

In den Einstellungen des Kurses (Settings) können Sie festlegen, ob Teilnehmer Ihrer Rise-360-Kurse ganz frei durch den Kurs navigieren können oder nur in einer vorgegebenen Reihenfolge. Bei einem Compliance-Kurs ist es oft sinnvoll, die Seitenleiste auszublenden. Wenn Sie den Kurs allerdings an Ihre Reviewer schicken, können Sie diese Einschränkung aufheben, um ihnen die Durchsicht zu erleichtern. In diesem Fall bietet es sich an, einen Kommentar einzufügen, dass die Navigationseinschränkungen nur für den Review-Prozess aufgehoben wurden.

Was, wenn alles in Ordnung wirkt?

Wenn man lange an einem Kurs gearbeitet hat, kann man leicht eine Betriebsblindheit entwickeln und kleine Fehler oder Ungereimtheiten übersehen. Wenn Sie mit dieser Checkliste durch sind, sollten Sie eine weitere Person bitten, den Kurs zu prüfen, am besten eine, die nicht an der Kurserstellung beteiligt war. Mit Review 360 können Sie ganz leicht und übersichtlich Feedback an einer zentralen Stelle sammeln.

Sind die Analyseergebnisse und Berichte stimmig?

Wenn alles fertig ist, werden Sie Ihren Rise-360-Kurs sicher auf einer Lernplattform hosten wollen, um den Fortschritt und das Abschneiden der Teilnehmer verfolgen zu können. Dazu müssen Sie die passenden Berichteinstellungen vornehmen, den Kurs exportieren und ihn dann auf die Lernplattform hochladen. Als letzten Prüfschritt sollten Sie dann testen, ob der Kurs in der Umgebung der Lernplattform so funktioniert, wie er soll, und die Teilnahmedaten und Quizergebnisse richtig erfasst werden. Wenn Sie keinen Zugriff auf die Lernplattform haben, in der der Kurs angeboten werden soll, können Sie ersatzweise SCORM Cloud verwenden.

Weitere Lektüre

Wir hoffen, Ihnen mit diesem Artikel mehr Selbstbewusstsein im Hinblick auf die Qualität Ihrer Rise-360-Kurse gegeben zu haben. Mehr Tipps und Anregungen zum Erstellen und Testen von E-Learning-Kursen finden Sie hier:

Und wenn Sie doch auf eine Frage stoßen sollten, die Sie mit diesen Tipps nicht lösen können, stellen Sie eine Frage in den Diskussionsforen auf E-Learning Heroes (auf Englisch) oder öffnen Sie ein Support-Ticket.

 

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