Wer auf E-Learning Heroes schon mal Kommentare gelesen, Beispiele gepostet oder Fragen gestellt hat, der ist vermutlich auch auf Thomas_Shayon gestoßen. In diesem Artikel möchten wir dieses „prominente“ ELH-Mitglied vorstellen und zeigen, wie Thomas in seiner Laufbahn als Lerndesigner von Unterstützung aus unterschiedlichsten Quellen profitiert hat und wie er diesen Erfahrungsschatz jetzt der Community zurückgibt.
Der Einstieg
Wie nicht wenige Menschen in der E-Learning-Branche hatte Thomas zuerst keinen lehrenden Beruf. Das erste Mal in einer solchen Rolle war er als Projektmanager im Qualitätssicherungsteam einer kleinen Kfz-Versicherung. Wie so oft weiteten sich seine Verantwortlichkeiten aus, und schon bald zeigte er selbstständigen Versicherungsvertretern, wie sie ihre Produkte am besten bei ihrer Zielgruppe positionieren.
Dieser „kleine Exkurs“ war die Grundlage für seine Karriere in der beruflichen Fortbildung, in der er jetzt schon seit 20 Jahren von technischen Schulungen bis hin zu gemeinnützigen Organisationen alles Mögliche betreut.
Die Arbeit
Am Anfang seiner Laufbahn gab es noch eine weitere Station, die ihm „viel Freude und Genugtuung“ brachte. Damals half sein Team in einer Wohltätigkeitsorganisation „denen, die es am meisten brauchten“. Zu sehen, wie er im Leben von Jugendlichen, die ihren Pflegefamilien entwuchsen, etwas bewirken konnte, überzeugte ihn vollends davon, dass die Lehre seine Berufung war. Diese Arbeit führte ihn auch zum nächsten elementaren Erlebnis seiner Laufbahn: selbst diese Unterstützung zu erfahren.
Von der Chefetage über Abteilungsleiter bis hin zu Kolleginnen und Kollegen gab es viele Menschen, die ihn in seiner Entwicklung beeinflussten und ihm vor Augen führten, was „Personalführung mit Herz“ wirklich bedeutet. „Wenn ich den Mund aufmachte, wurde ich gehört, und einige meiner Ideen wurden auch umgesetzt. Zugehört wurde mir aber auch, wenn ich Kritik anbrachte.“
Außer der persönlichen Unterstützung boten einige Vorgesetzte Thomas auch berufliche Chancen. So wurde er regelmäßig zu Strategiesitzungen des Vorstands eingeladen, in denen er seine Ideen dazu beitragen konnte, wie bestimmte Kennzahlen mithilfe von Fortbildungsangeboten erreicht werden könnten. Und auch über konkrete Termine hinaus wurde ihm „alles an die Hand gegeben, um Höchstleistungen abzuliefern“.
Das Mindset
Die Gesamtheit dieser Erfahrungen hat bei Thomas ein Mindset bewirkt, das nicht nur in seiner didaktischen Arbeit, sondern auch im Alltag zum Tragen kommt. Die Kernelemente dieser Grundeinstellung sind:
- Finden Sie heraus, was Sie begeistert
- Thomas Antwort ist hier natürlich „anderen zu helfen, sich zur allerbesten Version des eigenen Selbst zu entwickeln, im Privat- wie im Berufsleben“.
- Learning by Doing
- „Ich habe keine offizielle Ausbildung als Lerndesigner. Über die Jahre habe ich aber viel gelesen, habe an Online-Kursen teilgenommen, Zertifizierungen erworben und so weiter, um mir anzueignen, was man für die Arbeit als Instruktionsdesigner braucht. Man muss nicht alles innerhalb von ein oder zwei Jahren lernen – bleiben Sie geduldig und nachsichtig mit sich selbst.“
- Der Zweifel ist ein Monster, das wir in uns tragen
- „Diese Wahrheit möglichst früh zu akzeptieren, lohnt sich. Der Zweifel ist ständiger Begleiter auf der eigenen Reise; damit muss jeder lernen klarzukommen. Am besten entkoppelt man das Selbstbild von der beruflichen Tätigkeit.“
- Sie sind gut genug
- „Gehen Sie mit dieser Tatsache fest im Hinterkopf durchs berufliche und private Leben, und lassen Sie sich von nichts aufhalten.“
Der Dank
Thomas hat all die Menschen, die ihm bei der Entwicklung seines Mindsets geholfen haben, keineswegs vergessen. Im Dank und Angedenken an sie gibt er heute anderen Menschen Rat, Hilfe und Unterstützung, wo immer er hinkommt. Diese Herzlichkeit finden wir in unserer Community an vielen Ecken: vom Welcome Center über Diskussionen zu Best Practices bis hin zum Hochladen von Beispielen. Schauen Sie dort doch auch mal vorbei. Vielleicht treffen Sie ja Thomas dort.