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3 einfache, aber wirksame Tipps für die visuelle Gestaltung von E-Learning

3 einfache, aber wirksame Tipps für die visuelle Gestaltung von E-Learning
3 einfache, aber wirksame Tipps für die visuelle Gestaltung von E-Learning

Viele E-Learning-Entwickler haben eher eine fachliche Ausbildung als eine grafische. Und wenn Sie in einem kleinen Team arbeiten, ist es unabdingbar, dass Sie vom Instructional Design über visuelles Design bis hin zu Multimedia-Design für alles verantwortlich sind.

Im E-Learning wird viel über visuelle Elemente vermittelt. Sie müssen nicht unbedingt Grafikdesigner sein, um effektives E-Learning zu erstellen, aber das Verständnis für einige wesentliche Designkonzepte hilft Ihnen bei der Entscheidung, wie Sie Objekte auf Ihren Folien platzieren und die Interaktion der Lernenden mit Ihren Inhalten planen.

Hier sind drei einfache, aber sehr wirksame Designtipps, die Sie für Ihre E-Learning-Gestaltung verwenden können:

Tipp 1: Verwenden Sie Kontraste, um Ihre Lernenden zu leiten

Wenn Sie jemals auf eine E-Learning-Kursseite geschaut und sich gefragt haben: „Was soll ich machen?“, sind Sie damit nicht allein. Einer der häufigsten Fehler, den Kursdesigner machen, hängt mit zu wenigen oder zu vielen kontrastierende Seitenelementen zusammen.

Die Lernenden konzentrieren sich auf einer Kursseite auf das, was anders ist bzw. hervorsticht. Wenn alles auf der Seite hervorsticht und um die Aufmerksamkeit der Lernenden konkurriert, ist es sehr verwirrend.

Kontrast ist ein sehr wichtiges Designprinzip, weil es den Lernenden hilft, die Elemente auf einer Seite zu unterscheiden und visuell zu organisieren. Kontrast spielt auch eine große Rolle bei der Ausrichtung des Auges auf das, was wichtig ist.

Es gibt viele Möglichkeiten, um den Kontrast zwischen zwei oder mehreren Elemente zu zeigen. Schauen wir uns drei der häufigsten Verwendungsmöglichkeiten im E-Learning an:

1. Text

Text ist eines der bedeutendsten grafischen Elemente, die im E-Learning-Kurs verwendet werden. Es ist noch dazu ein extrem wichtiges Kommunikationsmittel. Jeder Kurs umfasst mindestens zwei grundlegende Arten von Text: Überschriften und Erklärungstext. Sie können Text zwar noch auf viele weitere Arten verwenden, aber das sind die häufigsten, deshalb konzentrieren wir uns hier auf sie als Beispiele.

Sie können den Kontrast von Text verändern, indem Sie Folgendes variieren:

  • Größe: je größer, desto wichtiger
  • Gewicht: schwere Textstile (z.B. Fettschrift) verleihen Bedeutung
  • Stil: manche Schriften fallen mehr ins Auge als andere
  • Farbwerte: dunklere Farben implizieren Bedeutung

Sie können den Kontrast auf Ihren Kursseiten erhöhen, indem Sie beispielsweise die Größe und das Gewicht der Überschriften verändern. Hier ist ein einfaches Vorher-nachher-Beispiel:

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2. Farbe

Kontrastierende Farben können Sie verwenden, um die Lernenden effektiv durch einen Kurs zu führen und ihnen zu helfen, sich auf das Wichtigste zu konzentrieren.

Ein häufiger Fehler besteht darin, zu viele Farben auf einer Seite zu verwenden. Zwar ist es nicht falsch, mit mehreren Farben zu arbeiten, aber das Ziel sollte sein, die Elemente zu betonen, denen die Lernenden besondere Aufmerksamkeit schenken sollten.

Hier sind ein paar Beispiele:

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3. Grafik

Zwischen hell und dunkel zu variieren kann ebenfalls helfen, die Lernenden zu leiten, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Beispielsweise kann man das durch Transparenzen erreichen, so dass die nicht transparenten Elemente dadurch an Bedeutung gewinnen.

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Tipp 2: Seien Sie konsequent

Als E-Learning-Designer wissen Sie, dass Wiederholung eine der besten Methoden ist, um Inhalte zu verinnerlichen. Wussten Sie auch, dass das gleiche Konzept der Wiederholung auch für das Kursdesign gilt?

Bei der Kursentwicklung erstellen Sie Ihre Kurse mit den Inhalten Ihrer Kunden oder Fachexperten aus unterschiedlichsten Quellen (PowerPoint, Word-Dokumente, Web-Seiten oder Handbücher). Diese Inhalte unterscheiden sich oft sehr stark in Bezug auf Formate, Farbpaletten, Bildstile oder Schriftarten.

Um die Inhalte alle in Ihren Kurs zu integrieren, achten Sie darauf, ein einheitliches Design zu verwenden. Das bedeutet, die gleichen Stilelemente im gesamten Kursverlauf einzusetzen. Hier sind ein paar Beispiele:

  • Navigationselemente: Objekte wie Buttons, Menüs und Icons sollten in einem einheitlichen Designstil entworfen sein. Sie sollten auch durch den Kurs hinweg immer an der gleichen Stellen zu finden sein.
  • Grafische Elemente: Der grafische Stil, den Sie für Ihren Kurs auswählen, sollte zu Ihren Kursinhalte passen. Die Grafiken sollten auch untereinander stimmig sein, zum Beispiel wollen Sie bestimmt nicht Stile bunt miteinander vermischen wie gezeichnete Figuren mit pixelierten Bilder und blinkenden Pfeile, darunter noch teuer eingekaufte Stock-Fotografie gemischt. Stattdessen sollten die Grafiken, die Sie auswählen, ein ähnliches Look & Feel haben.
  • Schriftauswahl: Erstellen Sie einen einfachen Styleguide für Ihren Kurs, in dem Sie Überschriften, Erklärtext oder Untertitel definieren und festlegen, welche Schriftart und –größe im gesamten Kurs verwendet werden sollen. Oft müssen Sie sich hier an die Corporate Identity des Unternehmens halten, in der Schriftarten und Farbpaletten vorgegeben sind.
  • Farben: Wählen Sie eine harmonische Farbpalette zu Beginn des Projekts und legen Sie fest, wie jede Farbe in Ihrem Kursdesign verwendet werden soll. Programme wie PowerPoint, Photoshop und Storyline erlauben Kursdesignern, benutzerdefinierte Farbpaletten zu definieren, so dass nicht versehentlich neue bzw. andere Farben während der Entwicklung eingesetzt werden.

Tipp 3: Ordnen Sie Ihre Artikel

Alles auf Ihren Kursseiten – Texte, Grafiken, Bilder, Videos oder Figuren – befindet sich dort, weil Sie es auf der Seite platziert haben. Sind Ihre Inhalte gut organisiert, sieht es ordentlich aus und es fällt den Lernenden einfacher, die Inhalte aufzunehmen. Aber sollte das nicht der Fall sein, sondern die Elemente eher zufällig platziert worden sein, sieht es unorganisiert aus und es wird schwierig für die Lernenden, sich zurechtzufinden.

Aber es ist eigentlich recht einfach, die Inhalte anzuordnen: Eine simple Möglichkeit ist, sie an einem Raster auszurichten. Ein Raster ist ein Layout mit sich kreuzenden horizontalen und vertikalen Linien, die Sie verwenden können, um die Inhalte zu strukturieren und grafische Elemente wie Bilder und Texte zu organisieren.

Sie können auch vorgefertigte Layouts verwenden, die Sie nur noch mit Inhalten füllen müssen, was außerdem etwas von der Last nehmen kann, welche Inhalte Sie für die Seite auswählen.

3DesignTipps_visual4(Rechts: am Raster ausgerichtet; Links: unsortiert)

Sie sehen, Sie brauchen gar nicht unbedingt selbst Designer zu sein, um mit diesen einfachen Tipps einen professionellen Kurs zu produzieren.

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