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5 Fragen, die Sie sich bei der Auswahl von Schriftarten im E-Learning stellen sollten

5 Fragen, die Sie sich bei der Auswahl von Schriftarten im E-Learning stellen sollten
5_Überlegungen_zur_Auswahl_von_Schriftarten_im_E-Learning

Die Schriftarten für einen E-Learning-Kurs auszuwählen, kann ganz schön überwältigend sein, gibt es doch Tausende, und viele davon sogar kostenlos. Gerade wenn Sie vom Auftraggeber keinerlei Vorgaben bekommen haben, ist die Gefahr nicht klein, dass der Auswahlprozess aus dem Ruder läuft. Ja, es gibt viele ungewöhnliche und markante Schriftarten, aber vergessen Sie nicht: Die Schriftarten, die Sie in Ihren Kursen verwenden, haben einen direkten Einfluss darauf, wie leicht die Lernenden den Stoff aufnehmen. Bevor Sie Ihren Kurs veröffentlichen, sehen Sie sich Ihr Projekt noch einmal an und stellen Sie sich die folgenden 5 Fragen.

Verwende ich zu viele verschiedene Schriftarten?

Allgemein gilt die Faustregel, dass in einem Kurs nicht mehr als zwei, höchstens drei, verschiedene Schriftarten verwendet werden sollten. So entsteht eine einheitliche Optik. Mehr Schriftarten machen oft einen chaotischen, verwirrenden Eindruck.

Es empfiehlt sich, eine Schriftart für Überschriften zu wählen und eine zweite für Fließtexte. Eine dritte kann zu dekorativen Zwecken hinzukommen, wenn Sie meinen, dass es dem Gesamteffekt des Kurses dienlich ist.

Passen meine Schriftarten zueinander?

Die Schriftarten innerhalb eines E-Learning-Kurses müssen zueinander passen. Hier gibt es selbstverständliche keine goldenen Regeln, was wozu passt. Einiges liegt im Auge des Betrachters. Allgemein lässt sich aber sagen, dass fette, klobigere Schriftarten sich besser für Überschriften eigenen, während Fließtexte in eleganteren, leichteren Schriftarten besser lesbar sind.

Im unten stehenden Beispiel sehen Sie, wie sich links durch die Kombination zweier fetter Schriftarten nur schwer zwischen Überschrift und Fließtext unterscheiden lässt. Im rechten Beispiel ist diese Zweiteilung auf den ersten Blick erkennbar.

Hier ist ein unvoreingenommenes Herangehen gefragt. Probieren Sie mehrere Kombinationen von Schriftarten aus, und entscheiden Sie mit kühlem Kopf, welche sich am besten ergänzen. Fallen die Überschriften unmittelbar ins Auge? Das ist wichtig, denn Überschriften sind dazu da, die Aufmerksamkeit der Kursteilnehmer auf sich zu ziehen.

Sind meine Schriftarten gut lesbar?

Diese Frage ist enorm wichtig, denn schließlich wollen Sie mit Ihren Texten Informationen vermitteln. Wenn der Lesefluss durch eine ungünstige Schriftart gestört wird, hat das negative Auswirkungen auf den Lerneffekt.

Zur Lesbarkeit einer Schriftart gehören mehrere Dinge. Sind die Buchstaben eindeutig und klar erkennbar? Bietet die gewählte Schriftfarbe genug Kontrast zum Hintergrund? In den folgenden Beispielen sehen Sie links eine ungünstige Kombination von Schriftart und Farben, rechts eine deutlich besser lesbare.

Passen meine Schriftarten zum Inhalt des Kurses?

Passen sollten Ihre Schriftarten nicht nur zueinander, sondern auch zum Thema des Kurses und zur Zielgruppe. „Schreibschrift“ oder andere verspielte Schriftarten können in Kursen mit leichteren Inhalten für Auflockerung sorgen, in einer Sicherheitsschulung für medizinisches Personal sind sie aber fehl am Platz.

Funktionieren meine Schriftarten in anderen Sprachen?

Wenn Ihr Kurs in andere Sprachen übersetzt werden soll, sollten Sie das bei der Auswahl der Schriftart ebenfalls bedenken. Nicht in allen Schriftarten sind alle Zeichen, die in Sprachen wie Französisch oder Polnisch benötigt werden, vorhanden. Bitten Sie im Zweifel Ihre Übersetzer, Ihre Schriftarten daraufhin zu prüfen, ob alle Buchstaben und Zeichen der entsprechenden Sprache vorhanden sind.

Fazit

Stellen Sie sich bei Ihrem nächsten E-Learning-Projekt diese fünf Fragen. Ihre Lernenden werden es Ihnen danken, denn klare, lesbare Schriftarten können Wunder wirken für den Spaß, mit dem der Kurs absolviert wird, und nicht zuletzt auch für den Lernerfolg.

 

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