In Boston kamen wir zu unserem ersten zweitägigen Articuland Summit zusammen. Uns erwartete ein volles Programm mit inspirierenden Sessions, neuen Impulsen und zahlreichen Gelegenheiten zum Austausch mit Kolleginnen und Kollegen aus der Community.
Das Fazit unseres Teilnehmers Rob Auchenpaugh lautete: „Ich ging aus dem Summit mit dem Gefühl heraus, persönlich einen Höhepunkt erreicht zu haben … Nach dieser Erfahrung habe ich meine Arbeit mit neuer Begeisterung gesehen.“
Da längst nicht alle Mitglieder persönlich teilnehmen konnten, werfen wir hier einen Blick auf fünf zentrale Themen mit Einblicken direkt von den Mitgliedern, die vor Ort dabei waren.
KI als kreative Unterstützung
KI war eines der großen Themen des Summits. Dabei ging es nicht darum, Instruktionsdesigner zu ersetzen, sondern darum, wie KI Freiräume schaffen, globale Reichweite ausbauen und wirkungsvolleres Lernen unterstützen kann.
- Keynote (Brian Gill, COO bei Articulate): Lieferte Einblicke in Neuerungen wie KI-Kursentwürfe, Localization und Animationen mit Storyline AI, die entwickelt wurden, um die Erstellung von Lerninhalten noch effizienter zu machen. Seine Kernbotschaft: KI ist keine Bedrohung, sondern eine Chance. Ziel von Articulate ist es, die Menschen hinter den Inhalten dabei zu unterstützen, die Zukunft des Lernens gemeinsam zu gestalten.
- Building Rise Courses with AI Assistant (Jeff Batt): Zeigte anschaulich, wie sich durch das Hochladen von Quelldokumenten automatisch Lektionstexte und interaktive Blöcke erzeugen lassen und so Stunden manueller Arbeit entfallen.
💡 Praktische Erkenntnis: Lassen Sie KI die erste Fassung erstellen. Ihre Expertise fließt anschließend in das Verfeinern, Kontextualisieren und menschliche Ausgestalten der Inhalte.
💬 Aus der Community:
„Die KI-Funktionen haben mich wirklich beeindruckt. Ich freue mich schon, sie auszuprobieren!“ — AndrewTeasda876
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Eine klare Designrichtung spart später viel Zeit
Gutes Design bedeutet nicht, Inhalte einfach optisch aufzuwerten. Es geht darum, Lernen zielgerichtet, stimmig und ansprechend zu gestalten.
- Design Mapping (David Anderson): Stellte einen wiederholbaren Prozess vor, der von der leeren Seite zu einer klaren kreativen Richtung führt:
- Ordnen: Notieren Sie Objekte, Schriftarten, Farben, Texturen und Assoziationen, die mit Ihrem Thema verbunden sind.
- Zusammenstellen: Sammeln Sie visuelle Optionen und prüfen Sie unterschiedliche Stilrichtungen.
- Vorlegen: Entwickeln Sie erste Layouts oder einen Styleguide, um frühzeitig ein gemeinsames Verständnis mit Stakeholdern zu schaffen.
- Morph and Mindy (Elizabeth Kuhlmann): Zeigte, wie Morph-Übergänge gezielt eingesetzt werden können, um die Aufmerksamkeit der Lernenden zu lenken, statt nur visuelle Effekte hinzuzufügen.
- Animating With Impact (Ron Price): Besprach konkrete Animationstechniken und vor allem die Überlegungen dahinter, warum Animationen dann Wirkung entfalten, wenn sie bewusst eingesetzt werden.
💡 Praktische Erkenntnis: Investieren Sie zu Beginn Zeit in eine klar abgestimmte Designrichtung. Setzen Sie Übergänge und Animationen gezielt ein, um Aufmerksamkeit zu lenken und Lernen zu unterstützen, nicht, um Inhalte lediglich zu dekorieren.
💬 Aus der Community:
„Ich kannte die Morph-Funktion, hatte sie aber eher als Spielerei gesehen … Elizabeth hat uns gezeigt, wie man sie so einsetzt, dass sie die visuelle Gestaltung unterstützt und Lernende auf den Inhalt fokussiert.“ — Rob_Auchenpaugh
„Ein echter Wendepunkt – inspirierende Arbeiten, flüssige Animationen und innovative Projekte, die zum Leben erwachen, haben mir wieder gezeigt, dass wirkungsvolles Lerndesign immer Strategie und Storytelling zugleich ist.“ — sholden
„Rons Beitrag war voll von konkreten, direkt umsetzbaren Ideen … und wertvollen Einblicken, WARUM wir diese Werkzeuge einsetzen und wie sie wirklich Wirkung entfalten.“ — Rob_Auchenpaugh
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Interaktivität ist kein Beiwerk – sie macht den Unterschied
Lernende tauchen deutlich tiefer in Inhalte ein, wenn sie mit realen Entscheidungen und Szenarien arbeiten.
- Immersive Learning (Tory Hord): Zeigte, wie sich mit 360°-Bildern reale Umgebungen erlebbar machen lassen, von Führungssituationen bis hin zum Onboarding.
- Branching 101 (Garima Gupta): Vermittelte einfache Strategien für Branching-Szenarien im szenariobasierten Lernen und zeigte, wie KI adaptivere Lernpfade unterstützen kann.
- Making E-Learning More Interactive (Tom Kuhlmann): Stellte Modelle vor, mit denen sich das reine „Durch-die-Folien-Klicken“ ablösen lässt. Im Fokus standen bewusst gestaltete Interaktionen mit Elementen wie Feedback, Herausforderungen und explorativen Aufgaben.
💡 Praktische Erkenntnis: Interaktivität bedeutet nicht mehr Klicks. Der Schlüssel sind durchdachte Entscheidungen, klares Feedback und Raum zum Erkunden, damit Lernende Fähigkeiten im richtigen Kontext üben können.
💬 Aus der Community:
„Am besten gefallen haben mir die Sessions rund um 360°-Bilder, interaktive Videos und Branching-Szenarien. Sie haben eindrucksvoll gezeigt, wie wirkungsvoll Schulungen sein können, die nicht nur Wissen vermitteln, sondern wirklich immersiv sind.“
— VictoriaHantz
„Tom hat mentale und visuelle Designmodelle für Interaktionen vorgestellt, die mir helfen werden, bewusster mit interaktiven Elementen umzugehen … es geht nicht darum, Lernende nur zu beschäftigen, sondern ihnen Aufgaben zu geben, die einem klaren Zweck dienen.“ — Rob_Auchenpaugh
👉 Jetzt umsetzen: Entdecken Sie unseren Leitfaden zu 360°-Bildern in Storyline, lernen Sie, wie Sie Ihre eigene Vorlage für ein Branching-Szenario erstellen und werfen Sie einen Blick auf Beispiele aus der Community rund um immersive Lernerlebnisse mit 360°-Bildern.
Barrierefreiheit und Lokalisierung sind keine Kür, sondern Pflicht
Barrierefreiheit und Lokalisierung sind keine optionalen Extras. Sie sind entscheidend, um Lernende überall zu erreichen.
- Accessibility Essentials (Tory Hord): Zeigte zehn praxisorientierte Maßnahmen, mit denen Storyline-Projekte gängige internationale Barrierefreiheitsstandards wie die Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) erfüllen können.
- Planning for Localization (Magalí Verrengia & Nadia Mandrino): Erklärten, wie sich durch vorausschauende Planung aufwendige Nacharbeiten vermeiden lassen, und stellten die neue Localization-Funktion in Rise vor, mit der Übersetzung und Lektorat in über 70 Sprachen möglich sind.
💡 Praktische Erkenntnis: Denken Sie Barrierefreiheit und Mehrsprachigkeit von Anfang an mit. Nachträgliche Anpassungen sind deutlich aufwendiger und meist weniger— MikeWarner-a6d6
„Beim Summit ging es nicht nur um Tools, sondern auch um Vorstellungskraft und Vision. Ich habe aus Boston den Impuls mitgenommen, meine Lernkonzepte neu zu denken, mit dem klaren Anspruch, bedeutungsvolle, interaktive und zugängliche Lösungen für ALLE Lernenden zu gestalten.“ — sholden
„How to Plan for Content Localization war genau die Lektion, die ich gebraucht habe, auch wenn ich sie vielleicht nicht unbedingt hören wollte. Sie hat mir gezeigt, wo ich in früheren Projekten zu kurz gedacht habe. Jetzt habe ich die Werkzeuge und das Verständnis, um künftig von Anfang an besser zu planen.“ — Rob_Auchenpaugh
👉 Jetzt umsetzen: Lernen Sie den Accessible E-Learning Hub und den Localization Hub kennen und tauschen Sie sich in den Diskussionsgruppen zu den Themen Barrierefreiheit und Lokalisierung mit anderen aus. Nutzen Sie außerdem die in Storyline integrierte Barrierefreiheitsprüfung, um Ihre E-Learning-Projekte noch inklusiver zu gestalten.
Die Menschen machen den Unterschied
Beim Summit ging es nicht nur um Inhalte, sondern auch um Begegnungen. Networking-Gelegenheiten, von Mitgliedern gestaltete Sessions und das Reach 360 Leaders Panel boten Raum für Austausch auf Augenhöhe und gegenseitige Inspiration.
💡 Praktische Erkenntnis: Berufliche Weiterentwicklung entsteht nicht nur durch das, was Sie lernen, sondern auch durch die Menschen, mit denen Sie lernen.
💬 Aus der Community:
„Ebenso prägend war für mich das Networking. Ich konnte wertvolle Kontakte zu Fachkolleginnen und -kollegen knüpfen, die meine Leidenschaft für innovatives Lerndesign teilen. Diese Gespräche waren genauso inspirierend wie die Sessions
selbst – und haben neue Verbindungen und ein starkes Gemeinschaftsgefühl entstehen lassen.“ — VictoriaHantz
„Der Summit war bis ins Detail professionell gestaltet. Schon das Eventdesign, von kleinen Sitzbereichen bis hin zu Buffetangeboten, hat Raum für echte Gespräche und Pausen geschaffen. Große Konferenzen können schnell überwältigend sein, hier aber war Raum für echte Begegnungen.“ — Yvonne
👉 Jetzt umsetzen: Suchen Sie den Austausch mit anderen Mitgliedern, indem Sie sich an laufenden Diskussionsgruppen in der Community beteiligen oder Ihre Beispiele teilen und so eigene Impulse setzen.
Ein großes Dankeschön an alle Vortragenden – unsere Teilnehmenden vor Ort waren begeistert, von Ihnen zu lernen. Wenn Sie diesmal nicht dabei sein konnten, hoffen wir, dass diese Einblicke Ihnen einen Eindruck von den Impulsen aus Boston vermittelt haben.
Eine Stimme brachte es auf den Punkt:
„Der Summit hat mir wieder gezeigt, dass die Zukunft des Instruktionsdesigns kollaborativ, innovativ und tief in der Pädagogik verankert ist.“ — sholden
Articuland geht weiter und wir freuen uns auf alle, die am 10. und 11. September 2026 in Orlando, Florida dabei sind.