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5 Möglichkeiten, Ihren Wert als Kursautor im Unternehmen sichtbar zu machen

5 Möglichkeiten, Ihren Wert als Kursautor im Unternehmen sichtbar zu machen

Im Idealfall hätte die Unternehmensleitung jederzeit ein klares Bild davon, welchen Einfluss Ihre E-Learning-Projekte haben und welchen konkreten Mehrwert Sie schaffen. In der Praxis ist dieses Bild jedoch oft deutlich unschärfer, als es sein sollte.

Wenn im Unternehmen oder auf Führungsebene nicht verstanden wird, was wir als Kursautoren leisten oder welchen Nutzen unsere Arbeit bringt, geraten wir schnell unter Druck. Wir können uns nur schwer gegen Kürzungen von Schulungsbudgets wehren und uns fehlen die Argumente für Investitionen in Technologien oder neue Mitarbeitende. Im schlimmsten Fall setzt sich die irrige Annahme durch, dass man uns auch einfach durch moderne Technologien oder Personen ohne E-Learning-Expertise ersetzen könnte.

Dabei liegt das Problem oft schlicht an mangelnder Sichtbarkeit. Wer aktiv für seine Arbeit eintritt, kann das meist schnell ändern. Sie fragen sich, wie das geht? Hier sind ein paar gute Ansatzpunkte.

1. Finden Sie Fürsprecher

Sie können natürlich die eigene Trommel rühren. In der Regel erreichen Sie aber mehr Menschen und verändern Wahrnehmungen schneller, wenn auch andere positiv über Ihre Arbeit sprechen. Das ist wie bei der Suche nach einem guten Restaurant in einer fremden Stadt: Ein schicker Social-Media-Post macht neugierig, aber wirklich überzeugen wird Sie eher die Empfehlung eines Freundes.

Wer kommt als Fürsprecher für Ihre Arbeit oder Ihr Team infrage? Denken Sie zum Beispiel an:

  • Fachleute (SME), mit denen Sie eng zusammenarbeiten
  • Lernende, die Ihr E-Learning besonders positiv bewertet haben
  • Stakeholder, die den Einfluss Ihrer bisherigen Projekte aus erster Hand erlebt haben
  • Kolleginnen und Kollegen, die wissen, wie gut Ihre Arbeit ist und warum sie relevant ist

Falls es sich komisch anfühlt, andere um Lob zu bitten: Fangen Sie klein an. Wenn Ihnen ein SME per Mail schreibt, wie angenehm die Zusammenarbeit war, bitten Sie ihn einfach, diese Rückmeldung kurz an Ihre Führungskraft weiterzuleiten.

2. Sprechen Sie selbstbewusst über Ihre Erfolge

In L&D-Abteilungen arbeiten wir oft in unseren eigenen Silos. Andere Teams bekommen dadurch kaum mit, woran wir arbeiten und warum das für das Unternehmen so wichtig ist. Wenn Sie sich unsichtbar fühlen, hilft ein bisschen Marketing in eigener Sache.

Spannen Sie auch Ihre Führungskraft und Ihre Fürsprecher ein: Überlegen Sie gemeinsam, wie Sie Ihre Arbeit sichtbar machen können. Das kann eine kurze Präsentation im Teammeeting sein, eine anschauliche Grafik zum Kurserfolg oder ein kurzes Video mit den wichtigsten Meilensteinen des Jahres. Auch kleine Gesten helfen: Bitten Sie jemanden, der von Ihrem Kurs begeistert war, das im eigenen Team zu erwähnen.

Wichtig ist: Sprechen Sie nicht nur über das fertige Produkt. Heben Sie die Kompetenzen und Ideen hervor, die zum Erfolg geführt haben. So entsteht nicht nur Interesse am Ergebnis, sondern auch an dem, was Sie und Ihr Team für den Erfolg des Ganzen leisten.

3. Zeigen Sie, wie Ihre Arbeit auf die Unternehmensziele einzahlt

Vielen unserer Kolleginnen und Kollegen ist zwar grob klar, dass E-Learning dem Unternehmen nützt, das Wie bleibt aber oft vage. Manchmal werden nur offensichtliche Effekte gesehen, etwa dass Compliance-Schulungen gesetzliche Anforderungen erfüllen, während die langfristigen, wirklich wertvollen Auswirkungen unter dem Radar bleiben.

Um hier gegenzusteuern, müssen Sie Ihren Kolleginnen und Kollegen die Zusammenhänge klar aufzeigen. Suchen Sie gezielt nach Gelegenheiten, um sichtbar zu machen, wie Ihre Projekte zu zentralen Unternehmenszielen beitragen. Vielleicht hat ein Compliance-Kurs nicht nur Anforderungen erfüllt, sondern auch Arbeitsunfälle reduziert oder potenzielle Strafzahlungen vermieden. Sprechen Sie diese Punkte aktiv an, damit der Beitrag Ihrer Arbeit eindeutig wird.

4. Sprechen Sie die Sprache Ihrer Zielgruppe

Es kommt auch darauf an, wie Sie Ihre Erfolge verpacken. Bei Fachkolleginnen und
-kollegen leuchten sofort die Augen, wenn wir im Zusammenhang mit unseren Projekten über erreichte Lernziele, den kreativen Einsatz von Autorentools oder aktuelle Erkenntnisse aus der Lernforschung reden. Für Außenstehende hat das jedoch wenig bis keine Aussagekraft.

Passen Sie Ihre Kommunikation an Ihr Gegenüber an. Wenn sich jemand über langweiliges und wenig hilfreiches E-Learning aus früheren Jobs beklagt, zeigen Sie, wie Ihre Kurse genau das besser machen. Wenn Ihr Projekt die Ziele eines Teams unterstützt, zeigen Sie ganz konkret, wie. Und wenn Zeit ein kritischer Faktor ist, betonen Sie, wie effizient Sie Ihre Projekte umsetzen. So wird deutlich, dass Ihr Beitrag genau bei den Themen einen Unterschied macht, die für Ihre Zielgruppe zählen.

5. Übersetzen Sie Ihre Erfolge in Zahlen

Sie suchen nach einer Erfolgskennzahl, die sofort überzeugt? Reden Sie über Geld. Manchmal liegen die finanziellen Vorteile auf der Hand, etwa wenn eine Verkaufsschulung die Umsätze direkt nach oben treibt.<

In anderen Fällen müssen Sie erst den Taschenrechner zücken, um einen Erfolg in Euro und Cent zu übersetzen. Wenn Sie zum Beispiel die jährliche Compliance-Schulung um zehn Minuten verkürzt haben, klingt das zunächst nicht nach viel. Bei 60.000 Mitarbeitenden summiert sich das jedoch auf 10.000 eingesparte Arbeitsstunden. Bei einem durchschnittlichen Stundenlohn von 25 Euro entspricht das 250.000 Euro Einsparung. Und solche Zahlen wirken.

Auch wenn Ihr Training nur einer von vielen Erfolgsfaktoren war: Stellen Sie Ihren Anteil an der Ersparnis oder dem Gewinn klar dar. So würdigen Sie andere Einflüsse, ohne Ihre eigene Rolle kleinzureden.

Fazit

Für sich und die eigene Arbeit einzustehen, löst nicht alle Herausforderungen im Berufsalltag. Es ist aber ein wichtiger erster Schritt, um Ihre Sichtbarkeit zu erhöhen und klarzumachen, welchen Wert Sie für das Unternehmen haben. Gleichzeitig können sich daraus neue Chancen für Ihre berufliche Entwicklung ergeben.

Möchten Sie noch mehr Ansätze, um Akzeptanz für Ihre Arbeit zu schaffen? Dann werfen Sie einen Blick auf diese Beiträge: