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Eine Einführung in Learning-Management-Systeme

Eine Einführung in Learning-Management-Systeme
Eine Einführung in Learning Management Systeme

Wenn Sie E-Learning-Kurse erstellen, werden Sie früher oder später mit den Möglichkeiten eines LMS auseinandersetzen müssen. Die Abkürzung LMS steht für Learning Management System. Dabei handelt es sich um ein Werkzeug, mit dem Sie Ihre E-Learning-Kurse für die Lernenden bereitstellen und deren Aktivitäten nachverfolgen können.

Sie müssen Ihre Kurse nicht zwingend über eine LMS-Software bereitstellen, damit ist es jedoch deutlich einfacher. Glücklicherweise gibt es eine große Auswahl an LMS-Lösungen – von kostenlosen Open-Source-LMS-Lösungen bis hin zu sehr ausgefeilten, kostenpflichtigen Varianten.

In diesem Blogartikel bekommen Sie einen kurzen Überblick über die wichtigsten LMS-Funktionen im Hinblick auf Ihre E-Learning-Zwecke.

Die Vorteile eines LMS

LMS-Lösungen bieten Ihnen drei grundlegende Vorteile:

  1. Sie können den Zugriff auf Ihre E-Learning-Kurse steuern.
  2. Sie können den Fortschritt des Lernenden im Kurs nachverfolgen.
  3. Sie können Ihre E-Learning-Kurse speichern und archivieren.

Neben diesen grundlegenden Funktionen bieten viele LMS-Lösungen noch weitere Vorteile. Dazu gehören beispielsweise:

  • Berichterstellung: Sie haben die Möglichkeit, Informationen zu den Aktivitäten von Lernenden in Form eines Berichts zu exportieren und anderen Mitgliedern Ihres Teams bereitzustellen.
  • Erweiterte Benutzerverwaltung: Sie können beispielsweise große Datenmengen von Lernenden in Form von Excel-Listen hochladen. Vor allem in großen Organisationen, die mit Hunderten oder gar Tausenden von Lernenden arbeiten, ist eine solche Funktion sehr hilfreich.
  • Systemintegration: Das LMS und das Intranet oder die Website Ihrer Organisation können so integriert werden, dass beide „wie aus einem Guss“ aussehen. Die Lernenden werden dann nicht durch unterschiedliche Plattformen und Links verwirrt und können sich viel besser orientieren.
  • E-Commerce: Sie können Ihre E-Learning-Kurse hosten und zum Kauf bereitstellen – beispielsweise als einzelne Kurse oder als Abonnement. Von dieser Möglichkeit profitieren zum Beispiel Unternehmen, die Standardkurse vertreiben.
  • Automatische Erstellung von Zertifikaten: Für die Lernenden, die einen Kurs erfolgreich abgeschlossen haben, können automatisch Zertifikate erstellt werden. So haben sowohl das Unternehmen als auch der Lernende einen echten Beleg für die erfolgreiche Teilnahme am Kurs.
  • Mehrsprachige Benutzeroberfläche: Die Lernenden können die Sprache der Benutzeroberfläche ändern. Dies ist unter anderem für weltweit agierende Unternehmen wichtig. Sie können so ein LMS für alle Mitarbeiter einsetzen.
  • Tools für die Zusammenarbeit: Es besteht die Möglichkeit, über Elemente der sozialen Medien zusammenzuarbeiten, beispielsweise Chats oder Foren. Die entsprechenden Funktionen stärken die Bindung und die Motivation der Lernenden.
  • Mobile Apps: Die Lernenden können über ihre Mobilgeräte auf die Kurse zugreifen und dennoch ihre Aktivitäten nachverfolgen. Da viele Lernende zunehmend unterwegs aktiv sind, wird eine solche Funktion immer wichtiger.
  • Lernpfade: Sie können Schulungsprogramme für einzelne Lernende oder Gruppen mit bestimmten Lernanforderungen und vorab für die jeweiligen Lernprofile angepasste Schulungspfade erstellen.
  • Prüfungen: Sie haben die Möglichkeit, Ihr Quiz direkt im LMS ohne Einsatz eines Autorentools zu generieren. So können Sie beispielsweise auch dann ein Quiz zu Ihrer PowerPoint-Präsentation hinzufügen, wenn Ihnen kein Autorentool zur Verfügung steht.

So verfolgt ein LMS die Aktivitäten des Lernenden

Wenn Sie Ihren Kurs in ein LMS hochladen, erhalten Sie verschiedenste Informationen zu Ihren Lernenden. Diese „Lernaktivitäten“ zeigen Ihnen beispielsweise, ob die Lernenden den Kurs abschließen oder vorher abbrechen und welche Ergebnisse sie bei der Prüfung erzielen. Wie viele Informationen Sie zu Ihren Lernenden erhalten, hängt vom eingesetzten LMS ab.

Wie funktioniert die Nachverfolgung der Lernaktivitäten im LMS? Wenn ein Lernender an einem E-Learning-Kurs in einem LMS teilnimmt, leitet der Kurs Informationen zu den Aktivitäten des Lernenden an das LMS weiter. Für diese Weiterleitung werden feste technische Standards eingesetzt. Diese einheitlichen Standards wurden entwickelt, um Kursinhalte in vielen verschiedenen Systemen nutzen zu können. Sehen wir uns die drei heute in der E-Learning-Branche genutzten Standards näher an:

  • Tin-Can-API (oder xAPI): Dieser Standard basiert auf dem Gedanken, dass Lernaktivitäten nicht nur in einem LMS, sondern über viele verschiedene Wege durchgeführt werden. Daher bietet er die Möglichkeit, die Lernaktivitäten überall nachzuverfolgen. Tin-Can-API wird aufgrund der abrufbaren Informationsmenge immer beliebter.
  • SCORM: SCORM steht für Sharable Content Object Reference Model und ist der am häufigsten eingesetzte Standard.
  • AICC: AICC wurde vom Aviation Industry Computer-Based Training Committee entwickelt und ist der Vorgänger von SCORM. Einige LMS-Lösungen nutzen noch immer AICC, die meisten E-Learning-Experten gehen jedoch davon aus, dass dieser Standard in Zukunft weniger verwendet wird.

Wie können Sie sicherstellen, dass Ihr LMS Ihre Kursinhalte „versteht“? Wenn Sie ein Autorentool wie Rise, Articulate Storyline oder Articulate Studio nutzen, reicht es, bei der Veröffentlichung einen Standard auszuwählen, den Ihr LMS unterstützt.

Der Markt bietet Hunderte unterschiedliche LMS-Lösungen, die alle einen ganz eigenen Funktionsumfang bereitstellen. Bevor Sie sich für eine Lösung entscheiden, machen Sie sich eine Liste mit den Anforderungen. Folgende Artikel können Sie dabei unterstützen:

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