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So gehen Sie bei einer E-Learning-Zielgruppenanalyse vor

So gehen Sie bei einer E-Learning-Zielgruppenanalyse vor
So gehen Sie bei einer E-Learning-Zielgruppenanalyse vor

Die Ausgangssituation sieht folgendermaßen aus: Ihre E-Learning-Bedarfsanalyse zeigt ein Problem oder eine Lücke in Ihrer Organisation und Ihr Management stimmt zu, dass eine Schulung die Lösung des Dilemmas ist. Sind Sie direkt startklar für die Entwicklung Ihres E-Learning-Kurses? Nicht ganz. Zuerst sollten Sie mit einer Zielgruppenanalyse beginnen, damit Sie wissen, wen Sie trainieren, welches Vorwissen besteht und welche Methoden und Kommunikationsmittel am erfolgversprechendsten sind.

Eine E-Learning-Zielgruppenanalyse bedeutet: Ihre Lernenden zu studieren. Es ist Ihre Gelegenheit, sich mit den berufsbezogenen und kontextbezogenen Gegebenheiten vertraut zu machen, um mit den Lernenden auf eine Weise zu interagieren, die für sie am besten geeignet und am effektivsten für das Projekt ist.

Hier ist ein Beispiel dafür, warum es wichtig ist, eine E-Learning-Zielgruppenanalyse durchzuführen:

Nach Ihrer Bedarfsanalyse braucht das Engineering-Team eine zusätzliche Schulung für ein Software-Programm, die ihm beibringt, wie man ein quadratisches Bauteil erstellt. Die Hälfte des Engineering-Teams arbeitet im Büro ständig mit Computern; die andere Hälfte verbringt seine Zeit in der Produktion, um runde, unfertige Bauteile herzustellen.

Obwohl bei beiden Gruppen der Bedarf an Schulung für die korrekte Bauteil-Herstellung besteht, müssen Sie Ihren Kurs so gestalten, dass er die richtige Perspektive trifft (Computer-Versierte vs. Computer-Anfänger) und den richtigen Wissensstand voraussetzt (Nicht-Bauteil-Macher vs. Bauteil-Macher).

Erstellen Sie Ihre Zielgruppenanalyse

Die Fragen in Ihrer Analyse sollten auf Ihre Zielgruppe und die Art der geplanten Schulung ausgerichtet sein. Im Allgemeinen sind die Kategorien, die Sie abdecken wollen: Allgemeine Fragen, Zielgruppen-Demografie, Vorhandenes Wissen und Erfahrungen, Technische Voraussetzungen und Erwartungen des Managements. Um Ihnen den Einstieg zu erleichtern, hier ein Beispiel-Fragenkatalog, den Sie für Ihre Zielgruppenanalyse verwenden können:

Allgemeine Fragen

  • Wer ist Ihre primäre Zielgruppe?
  • Gibt es ein sekundäres Publikum?

Zielgruppen-Demografie

  • Was ist das Durchschnittsalter der Lernenden?
  • Sind die Lernenden vor allem Männer, Frauen oder gleichmäßig gemischt?
  • Was ist der Bildungshintergrund: Ausbildung, Studium, Promotion?
  • Was ist der kulturelle Hintergrund und die ethnische Zugehörigkeit?

Vorhandenes Wissen und Erfahrungen

  • Was ist das Niveau der Berufserfahrung?
  • Auf welchem Level können die Lernenden lesen?
  • Wie viel wissen sie schon über das Thema in der Schulung?
  • Welcher Ton, welche Sprache und Haltung sind am besten für die Zielgruppe?
  • Wie hoch ist die Motivation der Lernenden?

Technische Überlegungen

  • Welche Hard- und Software werden Ihre Lernenden verwenden?
  • Wie technisch versiert sind Ihre Lernenden?
  • Haben Ihre Lernenden weitere unterstützende Ressourcen zur Verfügung? Wenn ja, welche sind das?

Erwartungen des Managements

  • Welche Beteiligung erwarten Sie?
  • Welche Begriffe, Fachsprache und Schreibstil sind am besten für Ihre Lernenden?
  • Warum sollen diese Lernenden dieses Training absolvieren?
  • Was erwartet Ihr Publikum zu lernen?
  • Wie viel Zeit können Ihre Lernenden der Schulung widmen?
  • Gibt es Lernende mit besonderen Bedürfnissen, z. B. visuelle, Hör- oder körperliche Beeinträchtigungen?

Je nach den Bedürfnissen und Zusammensetzung Ihrer Zielgruppe können Sie diese Liste von Fragen natürlich anpassen, damit Sie auch wirklich die von Ihnen benötigten Informationen erhalten.

Sammeln der relevanten Informationen

Den Hauptteil der Informationen, die Sie für Ihre Zielgruppenanalyse benötigen, erhalten Sie von Ihren Lernenden. Sie bekommen ein Gefühl für ihren Arbeitsalltag, für ihre Rollen in der Organisation, ihre Einstellung und ihre Zufriedenheit mit ihren derzeitigen Positionen. Aber die Lernenden sind nicht Ihre einzige Informationsquelle. Wenn möglich, beobachten Sie die Lernenden bei der Arbeit und sprechen Sie mit ihren Vorgesetzten. Überprüfen Sie Firmenunterlagen wie Arbeitsanweisungen oder Prozesserläuterungen. Die Personalabteilung kann Ihnen frühere Ausbildungspläne zeigen und die IT-Abteilung kann bei Fragen zu Hard- und Software weiterhelfen.

Eine andere Methode, die besonders hilfreich ist, wenn Sie die Lernenden nicht persönlich befragen können, ist eine Online-Umfrage für die Lernenden. Sie können auch Schlüsselpersonen in anderen Abteilungen befragen, die Ihnen helfen, die Antworten auf Ihre Fragen aus einer anderen Perspektive zu erhalten.

Sobald Sie Ihre Informationen gesammelt haben, schauen Sie sie noch mal von oben bis unten durch, um sicherzustellen, dass Sie Ihr Publikum aus allen möglichen Blickwinkeln betrachtet haben. Durch die richtigen Fragen im Vorfeld erhalten Sie kritische Einblicke über Ihre Lernenden, so dass Sie eine Schulung entwickeln können, die effektiv mit ihnen kommuniziert.

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