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3 Faktoren, die Sie berücksichtigen sollten, bevor Sie interaktive Elemente hinzufügen

3 Faktoren, die Sie berücksichtigen sollten, bevor Sie interaktive Elemente hinzufügen
3 Faktoren, die Sie berücksichtigen sollten, bevor Sie interaktive Elemente hinzufügen

Vor einigen Wochen habe ich einen Artikel mit dem Titel 5 Ideen für motivierende Interaktionen statt langweiliger Auflistungen verfasst. Im Wesentlichen ging es dabei darum, wie statische Inhalte etwas ansprechender für die Lernenden gestaltet werden können.

Interaktion und Einbeziehung sind eigentlich eine gute Sache. Manchmal sind „interaktive” Inhalte jedoch nicht zwangsläufig interessanter, gelegentlich bieten sie kein wirklich großartiges Lernerlebnis. Zusätzliche Möglichkeiten der Interaktion können letztendlich allein dazu führen, dass mehr Klicks erforderlich sind. Dies gilt vor allem für Lernende, die einfach nur auf der Suche nach den Informationen sind, die sie für ihre Tätigkeit brauchen. Wenn Sie also nicht ganz sicher sind, wann Sie Ihre Inhalte in einer ausgeschmückten szenariobasierten Interaktion präsentieren und wann Sie sie relativ einfach halten sollten, finden Sie hier einige interessante Denkanstöße.

Behalten Sie das Trainingsziel im Hinterkopf

Im Allgemeinen haben Instructional Designer mit zwei Arten von Schulungszielen zu tun.

  • Weitergabe von Informationen: Hierbei geht es gewöhnlich darum, das Bewusstsein für wichtige Fakten zu stärken, beispielsweise Richtlinien oder Verfahren. Bei diesem Training sollen die Lernenden zeigen, dass sie die wichtigen Fakten korrekt wiedergeben können.
  • Entwicklung oder Erwerb von Fähigkeiten: Auch hier kann es unter anderem um die Weitergabe von Informationen gehen, viel wichtiger ist jedoch, wie die Lernenden diese Informationen bei der Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit anwenden sollen. Ziel des Trainings ist es hier, durch das Üben in Situationen, die dem tatsächlichen Arbeitsumfeld nachempfunden sein können, Fertigkeiten zu erwerben oder zu verbessern.

Wenn es lediglich darum geht, Informationen weiterzugeben, sollten Sie das Ganze einfach halten. Sorgen Sie dafür, dass die Informationen möglichst leicht zu finden sind. In vielen Fällen ist nicht einmal ein Kurs notwendig. Wenn Sie jedoch etwas zeigen müssen, das online verfügbar ist, empfiehlt es sich möglicherweise, ein Onlineglossar, eine interaktive Arbeitshilfe oder ein anderes hilfreiches Supporttool zu erstellen.

Achten Sie auf Relevanz

Vor vielen Jahren hatte ich mit einem Kunden zu tun, der ein Vertriebstrainingsprogramm für neue Vertriebsmitarbeiter einrichten wollte. Der Kunde stellte sich einen interaktiven Kurs zur Unternehmensgeschichte vor, bei dem die Lernenden zunächst einen Avatar auswählen und dann wichtige Teile der Firmenhistorie erkunden sollten, um sich mit der ereignisreichen Vergangenheit des Unternehmens vertraut zu machen. Ich muss zugeben: ein sehr cooles Konzept. Aber es bedeutete auch, dass sich die neuen Vertriebsmitarbeiter eine Stunde mit Inhalten beschäftigen mussten, die eigentlich nicht hilfreich oder relevant für sie waren. Und letztendlich brachte es ihnen nichts für den Job, für den sie eingestellt waren: den Verkauf von Produkten.

Bei Trainingsinhalten kommt es vor allem auf Relevanz an. Wenn Ihre Informationen leicht verständlich sind und den Mitarbeitern beim Ausüben ihrer Tätigkeiten helfen, müssen Sie sie wirklich nicht mit allerlei Schnickschnack (oder Klicks) aufpeppen, damit sie beachtet werden.

Berücksichtigen Sie die jeweiligen Umstände

Es wird leicht vergessen, dass die Lernenden in verschiedensten Umgebungen auf unsere Trainingsinhalte zugreifen können. Mitarbeiter, die in einer Werkstatt, einer Fabrik oder im Freien arbeiten und auf die Kurse zugreifen, werden möglicherweise wichtige Informationen nicht sehen oder hören können, wenn sich diese in einer langatmigen Interaktion verbergen.

Wenn Sie nach Möglichkeiten suchen, nützliche Kurse zu erstellen, dürfen Sie die Nutzbarkeit in verschiedensten Umgebungen nicht außer Acht lassen. Jane Bozarth hat einen wundervollen Artikel zu diesem Thema geschrieben, „But It’s to Code”: Thoughts on Accessibility, der dies genau auf den Punkt bringt.

Ein weiterer wichtiger Aspekt in diesem Zusammenhang ist die Verwendung. Lernende, die unterwegs auf das Training zugreifen, haben möglicherweise keine halbe Stunde Zeit für einen Anleitungskurs. Nehmen wir beispielsweise einen Kabelinstallateur. Wenn er eine Einweisung in die Einrichtung eines raffinierten neuen DVR erhalten soll, ist dies eigentlich hervorragend für eine interaktive Simulation geeignet. Wenn dem Kabelinstallateur aber ein Kunde über die Schulter sieht, ist es nicht sehr hilfreich, wenn er zunächst eine 30-minütige interaktive Simulation absolvieren muss, um eine fehlerhafte Einstellung zu korrigieren.

Wann fügen Sie Ihren Kursen interaktive Elemente hinzu? Wann halten Sie die Kurse einfach?

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