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Wo gibt’s die besten E-Learning-Kurse?

Wo gibt’s die besten E-Learning-Kurse?

von Tom Kuhlmann

Wer beruflich E-Learning-Kurse entwickelt, produziert über die Jahre viele Kurse. Oft unterscheiden sich diese Kurse aber strukturell nicht groß voneinander. Anstatt einem bunten Strauß an unterschiedlichen Lernerfahrungen entsteht so im Prinzip immer wieder der gleiche Kurs.

Nach einem Gespräch mit einer Entwicklerin, die weg von den klassischen Folien voller Click-and-Reveal-Interaktionen wollte, habe ich mich gefragt, wo wohl die besten E-Learning-Kurse zu finden sind. Dazu habe ich mir einige Gedanken gemacht, die ich mit Ihnen teilen möchte.

Die besten E-Learning-Kurse sind keine Compliance-Kurse

Der Motor unserer Branche sind Compliance-Kurse. Diese Kurse haben in der Regel aber keine wirkliche Verbesserung zum Ziel. Der einzige Zweck dieser Kurse ist, am Ende des Jahres nachweisen zu können, dass alle Mitglieder der Zielgruppe die vorgeschriebenen Einheiten absolviert haben.

Deshalb sind diese Kurse auch selten spannend oder gar spektakulär. Denn Unternehmen investieren hier nur gerade das Nötigste. Und so entstehen die textlastigen Klick-Orgien, die niemandem Spaß machen und auf die auch kein Entwickler stolz ist.

Die besten E-Learning-Kurse sind hinter einer Firewall versteckt

Natürlich wissen wir, dass überall auf der Welt fantastische E-Learning-Angebote entwickelt werden. Das Problem ist nur, dass die meisten davon unternehmensintern eingesetzt werden und folglich hinter einer Firewall versteckt sind. Hier und da lässt sich ein Blick auf so einen Kurs während eines Webinars, bei einer Konferenz oder in Social-Media-Kanälen wie LinkedIn erhaschen. Den Großteil bekommt die Öffentlichkeit aber nie zu Gesicht.

Die besten E-Learning-Projekte werden extern vergeben

In meiner Erfahrung geben selbst Unternehmen mit Articulate-Lizenzen die wichtigsten E-Learning-Projekte nach außen. Das deutet darauf hin, dass für diese Projekte beträchtliche Mittel aufgewendet werden, mehr als das interne Entwicklungsteam in der Regel zur Verfügung gestellt bekommt.

Innerhalb großer Unternehmen sind nicht selten sowohl Autorentools als auch das nötige Didaktik-Know-how vorhanden. Woran es aber oft mangelt, ist die Erfahrung im Umgang mit Medien, Grafikdesign und innovativen Lernerfahrungen und die Ressourcen, diese Elemente umzusetzen. Externe Anbieter sind hier meist besser aufgestellt, um den gesamten Entwicklungsprozess vom Entwurf bis zur Implementierung zu begleiten und zum Erfolg zu führen.

Wo lassen sich Beispiele für spannendes E-Learning finden?

  • E-Learning Challenges: Auf E-Learning Heroes gibt es wöchentliche E-Learning-Challenges, die dazu da sind, Entwicklerinnen und Entwickler aus der ganzen Welt anzuregen, mit der Software zu experimentieren, Funktionen auszuprobieren und auch mal ungewöhnliche Wege einzuschlagen. Die dort vorgestellten Module sind in der Regel keine fertigen Kurse, zeigen aber individuelle Ansätze und innovative  Lösungen auf, die leicht in die eigenen Kurse übernommen werden können. Selbst wenn Sie nicht an den Challenges teilnehmen, schauen Sie doch öfter mal rein. Jeden Donnerstag stellt David Anderson von Articulate der Community eine neue Aufgabe, und am jeweils folgenden Donnerstag erscheint die Zusammenfassung der eingereichten Projekte. Sehen Sie sich zum Beispiel mal diese Liste an eingereichten Projekten zum Thema interaktive Videos an.