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E-Learning: Storyboard vs. Prototyp

E-Learning: Storyboard vs. Prototyp
E-Learning: Storyboard vs. Prototype

In der E-Learning Heroes Community gibt es immer wieder interessante Diskussionen zur täglichen E-Learning-Praxis. Letztens gab es eine Diskussion zum Thema Storyboards und was sie alles enthalten sollen. Auch hier auf dem Blog hatte ich ja bereits einen Artikel dazu geschrieben: „Tipps und Tricks zur Erstellung eines E-Learning-Storyboards„. Aber ich finde das Thema so interessant, dass ich es heute noch mal aufgreife.

Manche Diskussionsteilnehmer erstellen ihr Storyboard schon recht spezifisch. Sie integrieren beispielsweise schon eine funktionierende Navigation. Der Grund: So können sie den Navigationsfluss und die Links bereits beim Erstellen des Storyboards kontrollieren, testen und verfeinern. Auch den Informationsfluss können sie auf diese Weise besser testen und auf Sinnhaftigkeit prüfen – was man manchmal erst weiß, wenn man selbst tatsächlich mal den gesamten Ablauf durchlaufen hat.

Ein anderes Community-Mitglied meinte daraufhin, dass es sich bei dieser Form vielleicht eher um einen Prototyp als um ein Storyboard handeln würde. Das war ein guter Einwand, auch wenn ein Storyboard einem Prototyp manchmal schon wirklich sehr nahekommt. Was also unterscheidet ein E-Learning-Storyboard von einem E-Learning-Prototyp?

E-Learning-Storyboard

Das Storyboard ist im Wesentlichen die Blaupause für die Entwicklung eines E-Learning-Kurses. Im Storyboard werden die Details für Grafik, Multimedia, Text, Audio-Elemente, Interaktivität und Navigation festgelegt. Und das für jede einzelne Seite Ihres Kurses.

Wenn sie sich das Storyboard ansehen, sollten alle am Entwicklungsprozess Beteiligten eine klare Vorstellung davon bekommen, was die Lernenden im Verlauf des Kurses sehen, hören und tun werden. Es legt die Erwartungen für den Inhalt des Kurses fest und wird während der Entwicklungsphase als Leitfaden für den Aufbau des Kurses verwendet. In der Regel beinhaltet es keine funktionale Navigation.

E-Learning-Prototyp

Ein E-Learning-Prototyp ist ein frühes Modell eines E-Learning-Kurses, das „gebaut“ wurde, um bestimmte Konzepte oder Vorgehensweisen zu testen, wie beispielsweise die Navigation und Interaktionen innerhalb des E-Learning-Kurses.

Durch den Prototyp kann der Instructional Designer sein Konzept testen und eine bessere Vorstellung für das Look-and-Feel, die Funktionalität und insgesamt die „Wirkung“ des Kurses bekommen. Auch die Stakeholder können in diesen Test einbezogen werden, um die Schlüssigkeit von Inhalten oder das „Tempo“ zu prüfen, ohne dass der Kurs schon voll ausgestaltet ist.

Und damit kommen wir zum nächsten Punkt: Ein Prototyp ist nur eine rudimentäre Version des späteren E-Learning-Kurses. Es geht beim Prototyp wirklich nur darum, bestimmte Elemente zu testen. Das kann im Gesamtentwicklungsprozess Zeit und Geld sparen, da man frühzeitig mögliche Fehlfunktionen oder “Stolpersteine” im Konzept erkennen und beheben kann.

Auf  Basis dieser Definitionen von E-Learning-Storyboard und E-Learning-Prototyp – was glauben Sie sind die Vor- und Nachteile der beiden? Haben Sie bereits Prototypen Ihrer E-Learning-Projekte erstellt oder arbeiten Sie grundsätzlich nur so? Ich bin gespannt auf Ihre Erfahrungen!

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