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Was gehört in ein E-Learning-Storyboard?

Was gehört in ein E-Learning-Storyboard?
Was gehört in ein E-Learning-Storyboard?

Das Storyboard ist die Vorlage für einen E-Learning-Kurs. Es enthält alle Informationen zu den Inhalten, zu Multimedia-Elementen und Tests und ist daher ein extrem wichtiger Bestandteil des Designprozesses. Die Entwicklung eines Storyboards kann jedoch eine Herausforderung sein – denn leider gibt es keine Vorlage, auf der man aufbauen könnte. Woher wissen Sie also, was Sie in das Storyboard einbeziehen sollten?

Manchmal sieht ein Storyboard schon fast so aus wie das Endprodukt. In anderen Fällen handelt es sich nur um ein einfaches Textdokument, das keinerlei Eindruck von der Optik des Endproduktes vermittelt. Zudem kommen viele verschiedene Tools zur Entwicklung von Storyboards zum Einsatz: beispielsweise PowerPoint, Word oder gar Articulate Storyline.

Die einfache Antwort auf die Frage oben lautet daher: Kommt darauf an … Die Optik und die Inhalte eines Storyboards hängen von vielen Faktoren ab – unter anderem vom Team und von den Inhalten des geplanten Kurses.

Grundsätzlich gilt: Wenn Sie einen Kurs als Einzelperson entwerfen und entwickeln, dann benötigen Sie im Storyboard wohl kaum ausführliche Informationen für den Entwickler. Wieso nicht? Nun, ja … Sie sind ja selbst der Entwickler. Sie wissen, wie eine Folie aussehen soll. Warum also Zeit mit ausführlichen Anweisungen vergeuden?

Wenn Sie das Storyboard jedoch an einen anderen Entwickler weitergeben, sollten Sie eindeutige und ausreichende Anweisungen einfügen. Sie sehen also, der Umfang des Storyboards kann z. B. von den beteiligten Personen abhängen.

Storyboards sehen selten ganz gleich aus. Einige grundlegende Best Practices gelten jedoch für alle Storyboards – egal, wie viele Mitarbeiter beteiligt sind. Sehen wir uns einige von ihnen an.

Folien-ID

Ein grundlegender Bestandteil eines jeden Storyboards ist eine ID bzw. eine Folien-ID. Jede Folie sollte eine ID haben. So können Sie Inhalte und Folien schnell identifizieren. Die ID muss nicht zwingend in der veröffentlichten Version zu sehen sein. Während der Bearbeitung und in der Vorschau ist sie jedoch extrem hilfreich.

Ich kann aus Erfahrung sagen, dass Sie die Nummerierung der Folien im Storyboard mit Bedacht wählen sollten. Vermutlich werden Sie früher oder später Folien hinzufügen oder entfernen.

Daher sollten Sie ein Nummerierungsschema wählen, bei dem Sie in diesen Fällen nicht alle Folien per Hand neu durchnummerieren müssen.

Text

Ihre Textinhalte sind für Ihren Kurs von entscheidender Bedeutung. Sie vermitteln den Lernenden die Informationen. Daher müssen sie logischerweise mit in das Storyboard. Legen Sie die Formatierung und Platzierung der Texte eindeutig fest. Denken Sie daran, die Texte im Storyboard auf Rechtschreib- und Grammatikfehler zu prüfen und ein sprachliches Review durchzuführen. So kann der Entwickler die Texte später einfach aus dem Storyboard in den Kurs kopieren.

Bilder

Auch Grafiken vermitteln wichtige Informationen. Daher müssen auch sie im Storyboard enthalten sein.

Wenn Sie ein Storyboard erstellen, das mehr mit visuellen Inhalten arbeitet, dann können Sie das jeweilige Bild oder einen Platzhalter einfügen. Wenn Sie sich bereits für ein Bild entschieden haben, sollten Sie dem Entwickler mitteilen, wo er das entsprechende Bild findet. Sie können beispielsweise alle Bilder für einen Kurs mit aussagekräftigen Dateinamen in einem freigegebenen Ordner speichern. In meinen Storyboards teile ich dem Entwickler dann einfach mit, welche Datei aus dem Ordner er auf einer Folie einfügen soll.

Wenn der Entwickler die Grafiken selbst auswählen soll, dann können Sie stattdessen detaillierte Informationen zum Inhalt und zum Kontext der gewünschten Grafik in das Storyboard einfügen.

Wie gesagt, die Inhalte des Storyboards hängen vom Projekt ab.

Sprechtexte und Audioinhalte

Audioinhalte können für Abwechslung sorgen und Interesse wecken. Wenn Sie Sprechtexte planen, fügen Sie dem Storyboard ein entsprechendes Skript hinzu. Vergessen Sie nicht, Informationen zur Synchronisation mit dem angezeigten Text hinzuzufügen. Tragen Sie außerdem Informationen zum gewünschten Sprecher ein.

Bei anderen Audioinhalten (z. B. Soundeffekte oder Hintergrundmusik) wählen Sie die entsprechenden Clips vorab aus. Teilen Sie dem Entwickler im Storyboard mit, wie er über einen freigegebenen Ordner auf die jeweiligen Clips zugreifen kann.

Navigation

Eine verwirrende Navigation kann ein echtes Problem sein. Sie verhindert ein motivierendes und reibungsloses Lernerlebnis. Einen klaren und einfachen Klickpfad für den Kurs zu erstellen, sollte daher oberste Priorität haben. Sie können beispielsweise mit einfachen Buttons zur Navigation zur vorherigen und nächsten Folie arbeiten oder komplexe Verzweigungen zu verschiedenen Folien nutzen. Egal, welche Variante Sie nutzen – fügen Sie für den Entwickler unbedingt klare Anweisungen zur Navigation auf den einzelnen Folien ein.

Prüfen Sie die Navigation durch den gesamten Kurs. Verweisen die Buttons auf die richtigen Folien? Für jeden Leser des Storyboards sollte die Funktionsweise der Navigation klar zu erfassen sein.

Animationen und Übergänge

Animationen und Übergänge können optische Highlights setzen und Ihren Kurs aufwerten. Beim Planen von Animationen sollten Sie jedoch bedenken, dass man das Erscheinungsbild von entsprechenden Elementen häufig nur beim Betrachten der fertigen Animation im Kurs erfassen kann. Wenn Sie sich für eine Voraberstellung entscheiden, geben Sie dem Entwickler klare Anweisungen zum Timing der Objekte und zu den Animationstypen und Übergängen.

Denken Sie daran: Storyboards sind nie identisch. Die hier vorgestellten grundlegenden Elemente gelten jedoch für alle Storyboards. Der Rest hängt von Ihrem Projekt und dessen Anforderungen ab.

Haben Sie eigene Tipps zu den Inhalten von Storyboards? Dann schreiben Sie bitte einen Kommentar unter diesen Artikel. Ich freue mich auf Ihr Feedback!

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