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5 häufige Fehler beim E-Learning (und entsprechende Lösungen)

5 häufige Fehler beim E-Learning (und entsprechende Lösungen)
5 häufige Fehler beim E-Learning (und entsprechende Lösungen)

Es gibt beim Erstellen von E-Learning-Kursen einige Bereiche, über die selbst die erfahrensten Entwickler stolpern. Darum ist es hilfreich, sich mit anderen Entwicklern auszutauschen, neue Perspektiven kennenzulernen und dazuzulernen. Hier sind einige Punkte, die Sie bei der Planung und Entwicklung eines E-Learning-Projekts beachten sollten.

Fehler Nr. 1: Zu viel „Klicken Sie auf Weiter“

Die Möglichkeit, interaktive Elemente zu nutzen, ist einer der großen Vorteile von E-Learning. Elemente wie Drag-und-Drop-Interaktionen oder Verzweigungsszenarien (“Branching”) steigern die Aufmerksamkeit der Lernenden und sorgen für Motivation. Häufig ist die Versuchung groß, den Lernenden Folie für Folie statische und textlastige Inhalte anzuzeigen und als einzige Interaktion den Klick auf „Weiter“ anzubieten.

Wenn Sie die Lernenden ständig bitten, auf „Weiter“ zu klicken, werden sich diese irgendwann zu Recht fragen, warum sie nicht einfach eine PDF-Datei oder eine Webseite mit Informationen lesen können. Nutzen Sie stattdessen die Vorteile von E-Learning-Lösungen – integrieren Sie Interaktionen, die die Lernenden einbeziehen. So können die Lernenden die vermittelten Informationen viel einfacher erfassen, behalten und in ihrem Alltag umsetzen.

Fehler Nr. 2: Inkonsistentes Design

Haben Sie schon einmal ein wichtiges geschäftliches Dokument gesehen, das in einer ungewöhnlichen Schriftart wie Comic Sans geschrieben war? Oder eine Marketing-E-Mail mit nicht zusammenpassenden Farben? Dann wissen Sie ja, welche Negativwirkung eine schlechte Gestaltung haben kann. Im Idealfall sollte das Design nicht vom Inhalt ablenken. Es sollte den Kurs stattdessen unterstützen und die Aufmerksamkeit der Lernenden auf die wichtigsten Punkte lenken.

Für eine gute Gestaltung müssen Sie keine Wunder vollbringen. Der Trick ist, ein einfaches und konsistentes Design auf Basis einiger Grundregeln zu erstellen. Mit diesem Ansatz schaffen Sie eine Plattform, über die sich die Lernenden auf den Inhalt konzentrieren können – statt von einem schrecklichen Farbschema oder unpassenden Schriftarten abgelenkt zu werden.

Fehler Nr. 3: Die Kenntnisse der Lernenden werden nicht berücksichtigt

Ein anderer Vorteil von E-Learning ist, dass Lernende zu ihren eigenen Bedingungen lernen können. Den Lernenden mehr Freiheiten zu bieten, vermittelt Selbstverantwortung und das Gefühl, die Aufgabe selbst zu steuern. Das motiviert unheimlich.

Machen Sie also nicht den Fehler, ständig bekannte, grundlegende Informationen oder Inhalte zu wiederholen. Lernen Sie Ihre Zielgruppe kennen, und berücksichtigen Sie die Erfahrung und den Hintergrund der Lernenden.

Dies bedeutet auch, dass Sie die Lernenden nicht zwingen, das Tutorial zur Verwendung des Kurses anzusehen. Es sollte optional sein. Wenn Sie es vermeiden können, sollten Sie nicht den Zugriff auf die Navigation sperren. Wenn Lernende etwas überspringen möchten (zum Beispiel, weil sie bereits mit einem Konzept vertraut sind), sollten Sie dies zulassen. Überprüfen Sie mit einem Test oder Quiz, welche Informationen noch nicht bekannt sind. In optionalen Bereichen können Sie Zusatzinfos und ‑ressourcen bereitstellen. So können die Lernenden die Elemente dann nutzen, wenn sie tatsächlich Unterstützung benötigen.

Fehler Nr. 4: Schlechte Qualitätskontrolle

Gibt es etwas Unschöneres als ein Dokument voller Rechtschreib- und Grammatikfehler? Ja, gibt es. Zum Beispiel eine nicht funktionierende Navigation auf einer Website. Oder stellen Sie sich ein Video vor, bei dem der Sprecher aufgrund von Hintergrundgeräuschen kaum zu verstehen ist.

Wenn Ihre Lernenden den Kurs wegen solcher Probleme nicht korrekt nutzen können, dann wird ihre Lernerfahrung entsprechend schlecht sein. Dabei ist es sehr leicht, solche Fehler mit einem entsprechenden Review-Prozess zu vermeiden. Häufig nehmen sich die Entwickler aber einfach nicht die Zeit für eine entsprechende Qualitätssicherung. Machen Sie daher die Qualitätssicherung zu einem Teil Ihres Projektmanagements. Lassen Sie sie niemals ausfallen.

Mit den Tipps aus den folgenden zwei Artikeln können Sie Ihre Qualitätssicherung einen entscheidenden Schritt nach vorne bringen:

Fehler Nr. 5: Fehlende Berücksichtigung von Best Practices für das Instructional Design

Was ist Instructional Design? Beim Instructional Design werden Informationen bewertet, um den optimalen Rahmen und die bestmögliche Darstellung der Informationen zu finden.

Mit einem Instructional Design-Ansatz sorgen Sie dafür, dass die Darstellung der Informationen effektiv ist und sich an den Lernenden orientiert. Im Rahmen dieses Artikels können wir nicht auf alle Best Practices des Instructional Designs eingehen. Es gibt jedoch einige Fehler, die sehr häufig gemacht werden:

  • Ein belangloses Quiz ohne echten Erkenntnisgewinn: Ein Test hat den Zweck, die Beherrschung des vermittelten Lernstoffes zu überprüfen. Von einem sinnvoll entworfenen Test profitieren auch die Lernenden. Sie erfahren, dass sie alles Wichtige gelernt haben. Erstellen Sie sinnvolle Fragen, die Ihnen ein echtes Bild vom Lernerfolg der Teilnehmer vermitteln. Fangfragen und extrem simple Fragen bringen weder Sie noch die Lernenden voran. Stellen Sie also sicher, dass Ihre Tests sorgfältig ausgearbeitet sind.

Was waren bisher Ihre “Lessons learned”? Teilen Sie sie doch unten im Kommentarbereich.

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