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Was macht ein Weiterbildungsteam? 7 häufige Berufsbezeichnungen in der E-Learning-Branche

Was macht ein Weiterbildungsteam? 7 häufige Berufsbezeichnungen in der E-Learning-Branche
Was macht ein Weiterbildungsteam?

Die Weiterbildungs- und E-Learning-Branche war nie ein spannenderes Arbeitsfeld als heute. Zunächst einmal ist das Arbeiten in einer technologieorientierten Branche – und seien wir ehrlich, E-Learning ist Technologie! – eine tolle Sache. Es ist eine boomende, wachsende Branche, die sich ständig verändert und weiterentwickelt, die Abwechslung im Beruf sowie die Möglichkeit bietet, stets Neues zu lernen.

Aus diesen und noch weiteren Gründen ist es leicht, sich für eine Karriere im Bereich Kurs- und E-Learning-Entwicklung zu begeistern.

Da ich den deutschsprachigen Teil unserer “E-Learning Jobs Hub” in der E-Learning Heroes Community betreue, möchte ich heute einige der häufigsten Stellenbezeichnungen der Weiterbildungs- und E-Learning-Branche vorstellen. Natürlich gibt es Abweichungen bei den Stellenbezeichnungen und den Tätigkeitsbereichen je nach Branche und Umfeld. Die nachstehenden Definitionen geben also nur allgemein wieder, was die Stellenbezeichnungen beinhalten könnten.

Trainer

Andere mögliche Bezeichnungen: Kursleiter, Moderator, Lernbegleiter, Lehrer, Tutor

Was machen Trainer? Einfach ausgedrückt stellen sie angeleitete Kurse bereit, die in einem Seminarraum oder heutzutage auch virtuell stattfinden können. Als Trainer müssen Sie mehr tun, als nur Informationen weiterzugeben. Trainer sind diejenigen, die Lehrinhalte vorstellen, Aktivitäten organisieren und den Lernenden Feedback geben.

Um ein erfolgreicher und effektiver Trainer zu sein, müssen Sie die Fähigkeit besitzen, souverän vor Gruppen zu sprechen. Dabei hilft es, selbstbewusst, dynamisch und engagiert zu sein. Sie sollten über starke kommunikative Fähigkeiten verfügen und ein Händchen dafür haben, Lernenden in einer prägnanten und effizienten Weise Informationen zu vermitteln. Wenn Sie Zweifel haben: Es gibt eine ganze Branche für die Ausbildung von Trainern!

Zwei weitere Schlüsselkompetenzen sind das Zeitmanagement und die Anpassungsfähigkeit. Sie müssen in der Lage sein, Ihr Material oder Ihre Vortragsweise spontan anzupassen, um den Lernbedürfnissen einer Gruppe gerecht zu werden. Und wenn Sie virtuelle Kurse leiten, ist es wichtig, dass Sie über technische Kenntnisse verfügen, wie beispielsweise Erfahrungen mit Webkonferenz-Software.

Instruktionsdesigner

Andere mögliche Bezeichnungen: Kursentwickler, Kursdesigner

Instruktionsdesigner gestalten den Kursablauf und legen die Methoden fest. Dabei ist es egal, ob es sich um eine von einem Trainer angeleitete Weiterbildung im Seminarraum, ein einstündiges E-Learning-Modul oder eine einseitige Arbeitshilfe handelt: Der Instruktionsdesigner muss über die Fähigkeit verfügen, die unbearbeiteten Lerninhalte in eine sinnvolle und effektive Kurslösung umzuwandeln.

Das Ergebnis der Arbeit eines Instruktionsdesigners variiert je nach Art des Kurses, den er erstellt – wenn er einen E-Learning-Kurs entwirft, wird das Ergebnis wahrscheinlich ein Storyboard-Dokument sein, das oft an einen Entwickler weitergegeben wird, damit dieser den Inhalt umsetzt. Wenn der Kursdesigner auf der anderen Seite eine Konzept für ein Präsenztraining oder eine einfache Arbeitshilfe erstellt, könnte er diese Kursmaterialien auch selbst in Word oder PowerPoint entwickeln und sie anschließend direkt dem Trainer bereitstellen.

Welche Kompetenzen benötigen Sie, um ein erfolgreicher Instruktionsdesigner zu sein? Sie sollten mit den Grundlagen der Erwachsenenbildung, Lerntheorien und Lehrmethoden und Modellen wie ADDIE sowie den Evaluationsstufen nach Donald Kirkpatrick vertraut sein. Da für das Erstellen von Kursmaterialien sehr viel Schreibarbeit erforderlich ist, sollten Sie außerdem versuchen, sich einen klaren und effektiven Schreibstil anzueignen. Des Weiteren müssen Sie analytisch, logisch, organisiert und kreativ sein.

E-Learning-Entwickler

Andere mögliche Bezeichnungen: Multimedia-Entwickler, E-Learning-Designer, Kursentwickler

Der E-Learning-Entwickler übernimmt die vom Kursdesigner entworfenen, anwendungsorientierten Rohmaterialien (typischerweise ein Storyboard oder Word-Dokument) und entwickelt sie mit einer E-Learning-Autorensoftware zu einem funktionalen Onlinekurs weiter. Abhängig vom Detaillierungsgrad, mit dem der Instruktionsdesigner das Storyboard erstellt hat, kann es sein, dass der Entwickler einige Entscheidungen hinsichtlich der optischen Gestaltung des Inhalts absprechen bzw. treffen muss. Er kann außerdem dafür zuständig sein, die Platzhalterinhalte (wie Bilder oder Videos) zu ersetzen und den endgültigen Inhalt bereitzustellen.

Die Kompetenzen des E-Learning-Entwicklers umfassen idealerweise sehr gute Kenntnisse von E-Learning-Autorensoftware, gewisse Fähigkeiten in der grafischen und visuellen Gestaltung, die Fähigkeit, Zeitpläne und Fälligkeitstermine zu verwalten und Erfahrungen in der Arbeit mit Audio- und Videotechnologien.

LMS-Administrator

Andere mögliche Bezeichnungen: Kurssystemadministrator, Lernplattform-Administrator

Ein LMS-Administrator lädt die vom E-Learning-Entwickler erstellten E-Learning-Kurse in das Learning-Management-System (LMS) des Unternehmens hoch und testet sie. Dieser Spezialist verwaltet außerdem alle Aufgaben im Zusammenhang mit dem LMS, einschließlich der Kommunikation mit dem Softwarehersteller, der Fehlerbehebung und der Behebung von Benutzerproblemen, der Kompilierung von Berichten und Daten sowie der Kommunikation über Leistungsmetriken.

Welche Fähigkeiten sollte ein LMS-Administrator aufweisen? Ein LMS-Administrator sollte ein Fachexperte für die LMS-Plattform eines Unternehmens sein und über umfangreiche technische Kenntnisse sowie über Erfahrungen im Management von IT-Systemen verfügen. Er sollte ebenfalls über vertiefte Kenntnisse der branchenüblichen Veröffentlichungsformate wie SCORM und AICC verfügen. Und es würde nicht schaden, Erfahrung im Hochladen von Kursen zu besitzen, die mit der vom Unternehmen verwendeten Autorensoftware erstellt wurden.

E-Learning-Projektmanager

Andere mögliche Bezeichnungen: E-Learning-Teamleiter

E-Learning-Projektmanager sorgen dafür, dass ein E-Learning-Projekt möglichst reibungslos abläuft. Sie erstellen Projektpläne, überwachen den Entwicklungsprozess, koordinieren Ressourcen und behalten die Deadlines im Auge. Deshalb ist die Fähigkeit für gutes Zeitmanagement essentiell! Der Projektmanager ist außerdem für die Kommunikation mit dem Auftraggeber / Kunden zuständig uns sorgt dafür, dass Projektabsprachen eingehalten werden.

Ich habe hier auf dem Blog eine ganze Kategorie für E-Learning Projektmanagement, und für den Anfang könnte vor allem dieser Artikel hilfreich sein: Best Practices für ein effektives E-Learning-Projektmanagement

Trainingsmanager

Andere mögliche Bezeichnungen: Manager für Schulung und Entwicklung (Manager Learning & Development), Kurskoordinator

Der Trainingsmanager entwirft, entwickelt und führt die Kursstrategie einer Organisation durch (die in der Regel vom Trainingsdirektor entwickelt wird). Er arbeitet typischerweise mit internen Interessensgruppen und Teams zusammen, um Weiterbildungsprogramme zu entwickeln, die an den Unternehmenszielen ausgerichtet sind. Er identifiziert auch den Weiterbildungs- und Entwicklungsbedarf, indem er die Stellenanforderungen, die betrieblichen Möglichkeiten und die aktuellen Kursprogramme analysiert. Danach analysiert er die Daten und entwickelt anhand eines metrikbasierten Ansatzes Kurslösungen und Lerninitiativen. Oft leitet er andere Mitglieder des Kursteams, einschließlich der Instruktionsdesigner , Entwickler und Trainer.

Ein Trainingsmanager sollte fähig sein, ein Team, Zeitpläne und Projekte zu verwalten. Er sollte versiert sein in den Methoden des Instruktionsdesigns, im Leistungsmanagement, der Bedarfsanalyse und den Methoden der Erwachsenenbildung, um nach Bedarf geeignete erforderliche Kursprogramme entwickeln zu können.

Director of Training / Trainingsdirektor

Andere mögliche Bezeichnungen: Director of Learning, Chief Learning Officer, Direktor für Talentförderung, Kursdirektor

Der Trainingsdirektor steht eine Stufe über dem Trainingsmanager. Er gibt die Vision und die Richtung für die Weiterbildungsabteilung vor und leitet die Manager beim Ausführen der Kurstrategie. Als Direktor muss er bei jeder Entscheidung, die er trifft, an die Zukunft der Organisation, ihre Vermögenswerte und ihren Ruf denken.

Die Kompetenzen eines Direktors sollten Führungsqualitäten, umfassende Branchenkenntnisse, ein tiefes Verständnis von Methoden des Instruktionsdesigns sowie von Lernmethoden, Fähigkeiten zur Leistungsanalyse, Erfahrungen in der Entwicklung von Lern- und Entwicklungsprogrammen sowie eine ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit umfassen.

Dies sind einige der häufigsten Stellenbezeichnungen in der Weiterbildungs- und E-Learning-Branche. Natürlich enthalten viele Stellen eine Mischung der verschiedenen Arbeitsfelder. Zum Beispiel gibt es viele Instruktionsdesigner, die auch als E-Learning-Entwickler oder Trainer agieren, sowie einige Kursmanager, die als Direktoren fungieren und die Kursstrategie festlegen. Dies unterscheidet sich von Unternehmen zu Unternehmen.

Ist Ihre Stellenbezeichnung hier aufgelistet? Spiegelt eine Beschreibung Ihre Arbeitsaufgaben und die Kompetenzen genau wider, die Ihrer Meinung nach dafür erforderlich sind? Schreiben Sie unten einen Kommentar und lassen Sie es mich wissen!

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